Ein Deutscher in Bedrängnis

Mayor Otaño: Eine Anzeige wegen angeblicher Umweltkriminalität beschäftigt die Staatsanwaltschaft von Mayor Otaño, Itapuá. Ein Deutscher gerät in das Visier der Ermittler.

Mehr als 60 Bäume sollen illegal gefällt worden sein. Der Anwalt von dem Grundstückseigentümer, Gustavo Benitez Madelaire, behauptet, die Rodungen seien im Rahmen eines genehmigten Ernteplans erfolgt.

Walter Castro, der Staatsanwalt, führt die Ermittlungen. Das Areal auf dem es zu Unregelmäßigkeiten gekommen sein soll liegt in Kressburgo und gehört dem deutschen Staatsbürger Franz Friedrich Schubert. 66 gefällte Baumstämme der Arten Zeder, Guatambu, Lapacho und weitere registrierten die Staatsanwaltschaft. Zudem wurden auf der Liegenschaft ein LKW, ein Traktor und eine Person mit einer Kettensäge beim Brennholzschneiden vorgefunden.

Die Ermittler stellten zudem eine Genehmigung vom Nationalen Institut für Forstwirtschaft (Infona) sicher. Sie war auf den Namen Joao Primmaz ausgestellt und erlaubt die Brennholzaufbereitung.

Laut dem Anwalt Madelaire seien durch die Protokollierung der Holzernte in dem Schreiben der Infona die Arbeiten rechtmäßig abgedeckt. Er präsentierte Kopien einer Resolution 1249/2013, die “für eine technische Studie Anpassungen an dem Waldwirtschaftsplan auf dem Grundstück von Franz Friedrich Schubert genehmigen“.

Nachdem der Fall durch die Gegenbeweise komplizierter wurde bat Castro die Staatsanwältin für Umweltverbrechen Raquel Bordón um weitere Unterstützung in dem Fall. Sie will das Grundstück im Laufe dieser Woche besuchen und sich selbst ein Bild der Lage machen. Es hat etwa eine Fläche von 800 Hektar.

Wochenblatt / ABC Color

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3 Kommentare zu “Ein Deutscher in Bedrängnis

  1. was machen wir gegen die illegalen waldrodungen der marihuanabauern?wo bleibt da das Ministerium?

  2. Nichts, denn es sind zu viele. Nur im Parque San Rafael ueber hundert Rodungen mit Gras. Die Landeigentuemmer stoert es ueberhaubt nicht!