Eine verseuchte Zone: Paso Yobai

Paso Yobai: In den Goldminen von Paso Yobai, Guairá, wird Quecksilber und Zyanid zur Gewinnung des Edelmetalls eingesetzt. Beide Elemente, deren Rückstände ins Wasser fließen, sind giftig für die Menschen. Viele verseuchte Bereiche gibt es anscheinend schon.

Laut der Weltgesundheitsorganisation WHO ist das Einatmen von Quecksilberdämpfen gesundheitsschädlich für das Nerven- und Immunsystem. Zyanid, schon in geringer Konzentration, ist ebenfalls giftig für den Menschen und gefährdet die Flora und Fauna.

In Paso Yobai führt der Missbrauch von den Chemikalien zu irreversiblen Schäden. In den meisten Fällen landen Rückstoffe in Bäche, wie den Guahory. Er ist ein Nebenfluss vom Tebicuarymí. Darüber hinaus können die Gifte in den Grundwasserspiegel eindringen.

Jedoch weder das Umweltsekretariat Seam noch das Vizeministerium für Bergbau und Energie schreitet ein. Letzeres beschränkt sich nur darauf zu prüfen ob die Goldgewinnung legal oder illegal erfolgt.

Der Präsident der Kooperative “Multiactiva de Ahorro, Creditos, Servicio y Explotación Minera“, Roberto Ruiz Diaz, ist ebenfalls besorgt. Es gebe nur wenig oder gar keine staatliche Intervention bei dem Goldbergbau in der Region. Die Genossenschaft hat 467 Mitglieder. Diaz erklärte, jeder in Paso Yobai sei besorgt über den Einsatz von Zyanid.

„Wir arbeiten täglich unter großen Gefahren. Es gibt keine Kontrolle bei dem Einsatz von Quecksilber und Zyanid. Böden, Wasser, Wälder und Tiere sind gefährdet. Wir haben große Angst“, sagte ein Mühlenarbeiter ohne Namensnennung aus Angst vor Repressalien seines Chefs.

Der Präsident von dem Verband “Artesanales Mineros“, Ruben Aguilera, sagte, der Missbrauch von Quecksilber sei gefährlich. Jedoch soll die Verunreinigung der Umwelt durch Emissionen nur rund 10% betragen.

Aguilera betonte, viele Leute denken, dass Zyanid gefährlicher sei, aber das Element “verdampfe restlos und hinterlasse keine Spuren“. Die Verwendung ist besser aber komplexer und teurer.

Wochenblatt / ABC Color

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