Ein Sieg für die Umwelt und die Gerechtigkeit

Ybycuí: Erst vor Kurzem wurde über eine Privatisierung in dem Nationalpark Ybycuí berichtet. Touristen müssen Eintrittsgelder bezahlen für eigentlich kostenlose Naturschauplätze. Nun hat sich das Blatt aber gewendet.

Es hat aber eine lange Zeit gedauert, bis das Umweltsekretariat Seam sich zu einem Entschluss durchringen konnte. Sie widerrief eine schon erteilte Genehmigung an Privatpersonen aus dem Jahr 2016 für den Wasserfall Mbokarusu. Zusätzlich wurde eine Geldstrafe in Höhe von 700 Millionen Guaranies verhängt.

Der Nationalpark Ybycuí wurde schon 1973 als geschütztes Wildnisgebiet erklärt, trotzdem gelang es Silvio Gauto und weiteren Familienmitgliedern einen Erholungsbereich für Gäste zu installieren. Sie hatten um eine Genehmigung bei der Seam angefragt und diese auch erhalten, aber die angegebene örtliche Lage war falsch. Nun wurden die Grundbuchauszüge näher unter die Lupe genommen, dabei kam man dem illegalen treiben auf die Spur.

Durch Eintrittsgelder zwischen 5.000 und 10.000 Guaranies in den Bereich des Wasserfalls Mbokarusu sowie Camping Möglichkeiten verdienten die illegalen Betreiber ein kleines Vermögen.

Enrique Cañiza, Rechtsberater der Seam, erklärte, die Intervention vom 21. Februar 2016 wäre nun abgeschlossen worden. Gemäß der Resolution Nr. 116 muss der Beschuldigte 10.000 Tagessätze des Mindestlohns (etwa 770 Millionen Gs.) bezahlen wegen Verstöße gegen die Wasserressourcen und Schutzgebiete in Paraguay.

Wenn ein Rückbau der Infrastruktur erfolgt ist können alle Besucher wieder kostenlos das Naturwunder besuchen.

Quelle: Ultima Hora

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1 Kommentare zu “Ein Sieg für die Umwelt und die Gerechtigkeit

  1. „aber die angegebene örtliche Lage war falsch.“
    Na, dann mach ich mich gleich ans Werk, kaufe ein billiges Grundstück im Caco, suche die örtliche (geografische) Lage des Präsidentenpalasts und lass mir bei der SEAM eine Genehmigung für einen Affenzirkus ausstellen. Kontrolliert ja eh niemand vom SEAM.