Von Soja hängt viel ab

Asunción: Die Ernte von der Soja hat begonnen und sie dürfte richtungsweisend für das Wohlergehen von Paraguay sein. Direkt und indirekt werden viele Bereiche beeinflusst.

Hector Cristaldo, Präsident von der Vereinigung der Produzenten (UGP), erklärte, die Aussichten im Bereich der Soja für die Ernte 2016/2017 seien gut, aber das Bild müsse erst noch klarer werden.

„Das Wetter und das Umfeld der Produzenten ist nicht schlecht gewesen, der Preis von den Bohnen hat sich auch etwas verbessert und es wird wahrscheinlich eine gute Ernte geben. Wir hatten zwei harte Jahre hinter uns, deshalb waren viele Anpassungen der Erzeuger notwendig“, erklärte Cristaldo.

Die Hersteller dürften nun ihren Verpflichtungen wieder leichter nachkommen, in den Vorjahren gab es eine Menge Refinanzierungen bei den Darlehen.

„Der Produzent konnte nur seine Betriebskosten decken, mehr nicht, die Preise bei der Soja waren um 45% gesunken. Nun müssen wir das Ende der Ernte abwarten und sehen ob es gleich oder erst später zu Überschüssen kommt. Das ist bei jedem Landwirt von Fall zu Fall unterschiedlich“, betonte Cristaldo.

2016 stiegen die Preise auch erst im Mai und Juni deutlich an. Durch den Sektor wurde der Markt für Fahrzeuge und Maschinen beeinflusst. Gegenüber 2015 importierte Paraguay letztes Jahr 37,4% weniger in dem Bereich.

Cristaldo erklärte weiter, die Sojaernte würde nächste Woche massiv beginnen, sie habe sich in etwa um 30 Tage, aufgrund klimatischer Bedingungen, verzögert.

2016 exportierte Paraguay 5,38 Millionen Tonnen Soja im Wert von 1,815 Milliarden US Dollar. Die Wertschöpfungskette des Agrarsektors beträgt 41% vom Bruttoinlandsprodukt.

Quelle: 5dias

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7 Kommentare zu “Von Soja hängt viel ab

  1. Sehe ich das falsch? Soja dient nur wenigen Großgrundbesitzern und schafft keine Arbeitsplätze. Sie trägt damit nicht zur Steigerung des allgemeinen Volksvermögens bei. Die riesigen Sojafelder führen zu großflächigen Rodungen und anschließender Monokultur mit Einsatz von Pestiziden in großem Stil. Doch was wären die besseren Alternativen? Ich gebe zu, ich verstehe von Landwirtschaft wenig bis nichts. Darum wäre es gut, wenn sich in den Kommentarspalten kundige Fachleute zu Wort melden würden.

    1. Falsch , der Durchschnitt an Groesse der Betriebe , die in PY Soja pflanzen,
      liegt bei knapp ueber 92 Hektar.
      Aktuell waere nur Maiz eine Alternative …..aber im Bezug auf den Einsatz
      von Pestiziden duerfte hier der Einsatz noch hoeher liegen.

  2. Die Produzenten konnten nur Ihre Betriebskosten bezahlen, also arbeiteten Sie umsonst?
    Erinnert mich ein wenig an Europa, da arbeiten auch alle Bauern nur um die Betriebskosten zu bezahlen der Gewinn beziehen sie aus Jammern und Subventionen

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