Eine Forschung von 25 Jahren über Heilpflanzen im Chaco

Filadelfia: Erst kürzlich präsentierte die Agrarwissenschaftlerin Verena Friesen Ratzlaff eine Dokumentation über Heilpflanzen im Chaco. Die Autorin wies darauf hin, dass das Buch die Früchte 25-jähriger Forschung trage.

Vor allem wurden bei der Expertise Menschen aus verschiedenen Kulturen konsultiert, das zu einem fundierten Wissenslexikon führte.

Ratzlaff erklärte, dass in Paraguay die orale Kultur überwiege, die im Laufe der Zeit mit dem Tod älterer Menschen zusammenbreche, weshalb eine Systematisierung notwendig sei. „Wir sind daran gewöhnt, dass solche Arbeiten in der Hauptstadt gemacht werden, aber diese entstand im Chaco“, betonte die Wissenschaftlerin.

Die Professorin Lidia Pérez de Molas von der Fakultät für Agrarwissenschaften (FCA-UNA) bezeichnete das Buch als einen historischen Meilenstein in der Kenntnis der Eigenschaften und Nutzung der Chaco-Pflanzen. In der Dokumentation werden 81 Arten vorgestellt, alles einheimische Pflanzen, von denen einige in Wäldern, Savannen und landwirtschaftlichen Gebieten vorkommen. Molas hob die einfache und kurze Beschreibung hervor, die leicht und verständlich sei. Zudem wird beschrieben, wann die geeignete Zeit zum Sammeln der Kräuter gegeben ist.

Der Leiter vom Museum in Filadelfia, Cornelius Neufeld, schätze ebenfalls die Arbeit, die, wie er sagte, das Herbarium des örtlichen Museums bereichern werde.

In dem Buch wird beschrieben, wie die Pflanzen zu verwenden und zu sammeln sind. Zugleich gibt es einen Leitfaden für verschiedene heilende Wirkungen, wie von dem berühmten weißen Quebracho, dessen Rinde gegen Husten, Fieber, Bronchitis und sogar gegen Magengeschwüre verwendet wird.

Molas warnt aber, dass “viele Menschen eine missbräuchliche Verwendung vornehmen und den medizinischen Cortex nur unzureichend extrahieren, was zum Tod des Baumes führt“.

Es werden auch unbekannte Pflanzen und andere, die bekannt sind, deren medizinische Verwendung aber nur wenige kennen, beschrieben. Ein Beispiel ist der palo borracho (Florettseidenbaum), deren Dörner für Nierenleiden, Rücken- oder Hüftschmerzen helfen sollen.

Wochenblatt / ABC Color

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5 Kommentare zu “Eine Forschung von 25 Jahren über Heilpflanzen im Chaco

  1. Ahh, das sin mal exellente Nachrichten, ich hatte echt Angst, dieses unschätzbare Wissen geht verloren. Fehlt nur, wo man das Buch kaufen kann????

      1. Danke für den Link sehr schönes Buch. Runter gelanden,abgespeichert,ausgedruckt,reingelesen.Sehr interessant. Abgeglichen deutschen Heilpflanzen und Kräuterbücher sehr Aufschlussreich.

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