Asunción: Für die zweite Jahreshälfte ist das Eintreffen des als El Niño bekannten Phänomens vorhergesagt, das dieses Mal offenbar verstärkt auftreten wird. Laut dem Präsidenten des Verbandes der Agraringenieure Paraguays (Asociación de Ingenieros Agrónomos del Paraguay), Víctor Miranda, sind die Auswirkungen des Wetterereignisses im Süden des Landes bereits spürbar.
„In der Südregion können wir bereits feststellen, dass der Anstieg der Niederschläge tatsächlich stattfindet und sich weiter abzeichnet. Die beste Art der Vorbereitung ist jedoch die Planung, und genau hier ist die Rolle des Agraringenieurs entscheidend und hervorzuheben“, erklärte der Verbandsleiter.
Anschließend räumte er ein, dass man heutzutage über eine höhere Präzision bei Wetterereignissen verfüge und dies den Einsatz von Vorsorgemechanismen erleichtere. „Heute wartet der Landwirt nicht mehr ab, bis das Wetterphänomen eintrifft; wir arbeiten mit vielen Informationen, Prognosen, technischem Management und allem, was uns die Technologie heute bietet, um diese Auswirkungen zu minimieren“, betonte er.
Maßnahmen und Auswirkungen
In Bezug auf die laufenden Vorbereitungen sagte Miranda, dass sowohl auf Geländeebene als auch direkt auf den Feldern gearbeitet werde. „Angesichts eines El-Niño-Szenarios bereitet sich der Landwirt vor allem dadurch vor, dass er das Wassermanagement verbessert: Kanäle und Abflüsse werden gereinigt und angepasst, um genau Überschwemmungen zu verhindern. Aussaat und Ernte werden anhand der Prognosen geplant, man ist ständig wachsam, die Überwachung von Krankheiten wird intensiviert – da die Feuchtigkeit auch deren Auftreten begünstigt – und Pflanzenschutzmaßnahmen werden bei Bedarf angepasst“, erklärte er gegenüber dem Sender 1020 AM.
Zu den Folgen der übermäßigen Regenfälle sagte Miranda, dass diese sehr unterschiedlich ausfallen können und es ideal sei, Maßnahmen zur Risikominimierung zu ergreifen.
Den lokalen Projektionen zufolge werden die stärksten Auswirkungen des Phänomens zwischen Frühling und Sommer zu spüren sein und sich voraussichtlich bis zum Monat April des kommenden Jahres erstrecken.
Wochenblatt / La Nación / Beitragsbild Archiv















