Entführung nur vorgetäuscht?

Eine Entführung einer Frau soll sich vergangenen Sonntag in Asuncion zugetragen haben. Wie jetzt die Polizei mitteilte, kann sich dieses Szenario jedoch nur im Kopf der “Entführten“ abgespielt haben, da Untersuchungsergebnisse das Gegenteil beweisen. Anklage wird erhoben.

María Victoria Villalba de Rothkegel (65), gab vergangenen Sonntag zu Protokoll, dass sie von drei portugiesisch sprechenden Frauen in einem Geländewagen entführt wurde. Diese hätten sie später wieder freigelassen mit der Begründung, dass es sich um eine Verwechslung gehandelt habe. Insgesamt 14 Millionen Guaranies, die Villalba dabei hatte, wären jedoch von den Entführerinnen an sich genommen worden.

Der zuständige Staatsanwalt Alejo Vera erklärte, dass alles von sich Gegebene von der Frau nicht mit den Untersuchungsergebnissen seiner Institution übereinstimmt. Aus diesem Grund geht er vom Simulieren aus, wenn ihm die Gründe dafür auch noch nicht klar sind. Für eine Vortäuschung einer solchen Straftat wird die Frau angeklagt. Eine Haftstrafe von bis zu 3 Jahren ist denkbar.

Die Überwachungskameras der Strecke, an der die Entführung stattgefunden haben soll, zeigen keinen Hinweis darauf. Nach der GPS Lokalisierung, die auf Antrag der Staatsanwaltschaft durchgeführt wurde, war die Frau nahe dem Shopping Multiplaza im Moment ihrer Befreiung und nicht wie selbst ausgesagt am Busterminal.

“Wir haben den untermauerten Verdacht, dass es sich hierbei um eine Täuschung handele. Trotz der kommenden Anklage wird die Frau jedoch nicht hinter Gittern müssen, da sie mit 65 Jahren Alter von der Staatsanwaltschaft mit Hausarrest überwacht werde“.

Auch wenn 14 Millionen Guaranies viel Geld ist, wundert es einen, da ihr Schwager der Eigentümer des Unternehmens Lincoln S.A. ist, ein Importeur von Werkzeugen und Maschinen, der sehr erfolgreich im paraguaysichen Geschäft ist.

Quelle: Abc Color

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