Asunción: Der Leiter der nationalen Steuer- und Zollbehörde (DNIT), Óscar Orué, stellte klar, dass die Regierung unter Präsident Santiago Peña bis zum Ende ihrer Amtszeit im Jahr 2028 weder gesetzliche Änderungen zur Erhöhung allgemeiner Steuern – wie der Mehrwertsteuer (IVA) oder der Einkommensteuer – vorantreiben noch das vorteilhafte Maquila-Regime antasten wird.
Die Erklärungen sollen Steuerzahlern und Investoren Planungssicherheit geben, nachdem Spekulationen über den Abbau von Steuervergünstigungen sowie parlamentarische Vorschläge zur Finanzierung von Mehrausgaben im Gesundheitswesen für Unruhe gesorgt hatten.
Laut Orué bleibt die offizielle Linie unverändert: Die Spielregeln werden nicht geändert, Steuern werden nicht erhöht und die Steuerbasis bleibt niedrig. „Mindestens bis 2028 werden wir unter Präsident Peña keine gesetzlichen Modifikationen anstoßen, die eine Erhöhung der allgemeinen Steuern vorsehen“, betonte er.
Auf eine technische Frage hin merkte er an, dass man vor einer Anhebung allgemeiner Steuern theoretisch Sonderregelungen und Steuerbefreiungen prüfen könnte, die sich auf rund 900 Millionen US-Dollar belaufen. Er stellte jedoch klar, dass dies eine rein fachliche Überlegung sei und keine politische Absicht der Exekutive darstelle. „Wir möchten allen Steuerzahlern versichern, dass nichts angerührt wird“, unterstrich Orué und schloss auch eine Anhebung der pauschalen Maquila-Steuer von 1 % auf 3 % explizit aus.
Diese Klarstellung folgt auf Äußerungen aus dem Parlament – darunter von Senator Silvio Ovelar –, der vorgeschlagen hatte, Steuersätze zur Finanzierung sozialer Forderungen anzuheben. Dieser Vorstoß wurde von Präsident Peña umgehend zurückgewiesen. In den vergangenen drei Jahren konnte die DNIT ohne Steuererhöhungen Einnahmen von mehr als 1,5 Milliarden US-Dollar generieren und über 270.000 neue Steuerzahler registrieren.
Mit dieser Botschaft bekräftigt die Regierung die Steuerstabilität als zentralen Standortvorteil, um Investitionen anzulocken und das Wirtschaftswachstum zu fördern. Priorität haben weiterhin die Bekämpfung der Steuerhinterziehung und die Formalisierung der Wirtschaft anstelle von Steuersatzerhöhungen.
Wochenblatt / Megacadena / Beitragsbild Archiv















