Erste Hinweise auf die Räuber des Geldtransporters

Asunción: Vor fünf Tagen wurde ein Geldtransporter des Finanzinstitutes Ara S.A. nahe einem kleinen Ort an der Grenze zwischen den Provinzen San Pedro und Cordillera überfallen. Die untersuchende Staatsanwältin Lilian Ruiz hob heute die Organisation der Bande von fast 30 Involvierten hervor.

Ruiz die den Überfall mit „Spielfilm-reif“ einstufte, erklärte auf den Spuren derer zu sein, die daran teilgenommen haben. Unter ihnen sind Ex Polizisten, Ex Soldaten und im Dienst befindliche Matrosen. Durch die Art des Überfalls meint die Staatsanwaltschaft zu wissen, wer hinter dem Raubüberfall steckt, bei dem 300.000 US-Dollar erbeutet wurden.

Bei der mitternächtlichen Aktion haben mindestens drei Teilgruppen ihren Beitrag geleistet, die einen kümmerten sich ums Finanzielle, weitere um den Transport und wieder andere um die Logistik – die Beschaffung von Ausrüstung. Sicher ist, dass diese Delinquenten über Informationen verfügten die nur Polizisten oder die Staatsanwaltschaft hat.

Das Motorboot mit welchem sie über eine nahe Estancia am Ufer des Rio Paraguay flohen, wurde später in Piquete Cué gefunden, weswegen davon auszugehen ist, dass auch da Personen auf den Abtransport warteten.

Die 20 bis 30 Involvierten dürften jedoch etwas von der relativ kleinen Beute enttäuscht sein. Obwohl 60 Millionen Guaranies pro Kopf eine Menge Geld ist, dürfte auch die Vorbereitung etwas gekostet haben, mal ganz abgesehen von dem zu erwartendem Strafmaß.

(Wochenblatt / Abc)

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