Unwissenheit die glücklich macht

Asunción: Der Vorsitzende des Ortsgruppenbüros N° 24 der Colorado Partei, Raúl Sánchez, wurde vor zwei Wochen bei der zweistaatlichen Körperschaft Yacyretá ein Job zugewiesen. Wie Sánchez selber bestätigt weiß er zwar was er verdient doch wurde ihm kein Aufgabengebiet zugewiesen.

Diese Tragödie könnte sich ändern, wenn er ein Arbeitsplatz zugewiesen bekommt, denn derzeit erhält er 12.000.000 Guaranies pro Monat samt aller Zulagen, ohne einen Finger zu rühren.

Bei einem Radiointerview sagte er heute Morgen, „dass er keinen relevanten Dienst bei Yacyretá hat und er somit wie viele andere Abgestellte dasteht. Ich brauche mich nicht schämen wegen meiner Ernennung. Wenn jemand einen Einstellungstest mit mir aufnehmen will soll er kommen und ich übergebe ihm mein Amt“, sagte er erzürnt.

„Immer hing unser Glück vom Präsidenten ab der ans uns glaubt und an den neuen Kurs und jetzt habe ich die Möglichkeit mich mit einzubringen“, erklärte er weiter in erhobenem Ton.

Eben erst entließ der paraguayische Yacyretá Direktor, Juan Schmalko, hunderte Angestellte die während der vorhergehenden Regierung eingestellt wurden. Jetzt füllen sich langsam die Ämter wieder mit Angehörigen der Colorado Partei. Auch der Vizepräsident Juan Afara ließ seinen Privatsekretär Javier Mangiafico auch bei Yacyretá ernennen. Er verdient da 12.944.100 Guaranies. Dennoch ist und bleibt er an Afaras Seite.

(Wochenblatt / Última Hora)

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21 Kommentare zu “Unwissenheit die glücklich macht

  1. Na, ihr lieben HC-Fans, wie schaut denn das aus? Da beschlägt euch wohl allen die rosarote Brille. HC ist keinen Deut besser als Lugo oder Franco. Wenn er besser wäre, könnte er jetzt zeigen, was es heißt „unabhängiger“ Präsident eines Staates zu sein – oder ist er nur Galionsfigur der Colorados?

    1. Er ist abhaengig von den Schmeissfliegen der Colorados denn ohne ihr mitwirken kann der Mann auch als unabhaengiger nix bestuecken. Und das ist egal ob colorado oder Liberar oder……

  2. Welch eine Entaeuschung. Mir fehlen die Worte.
    Ist anscheinend die Macht der sche… Colrados groesser als urspruenglich angenommen. Denn nach wie vor glaube ich nicht das es in Cartes auftrag passiert.
    Alten Schmarotzer.

    Ueberall auf der Welt nicht nur hier !!!!!

  3. ruhig bleiben, mit irgend etwas muss HC seine Colorado Partei auch ruhig halten.
    Die schaffen sich ja nicht von selber ab, obwohl sie eh keiner braucht. Das weiß HC am besten, doch er braucht sie noch; sonst ist er schneller weg als gedacht und die rote kriminelle „Altströssnerpartei“ macht dort weiter wo sie vor über 60 Jahren begonnen hat.
    Das Übel liegt in der Partei und nicht bei HC!!!!!!

    Revolution in der Demokratie geht halt mal langsam.

    1. Revolution in der Demokratie? Wie soll das denn gehen? Ist eine Irrsinnigkeit an sich. Weißt du was „Demokratie“ bedeutet? – Wenn ja, dann weißt du ja, dass dann eine Revolution unsinnig ist.
      Die Frage ist eben nur, wo herrscht wirklich eine Demokratie und nicht eine Diktatur der Parteien, der Wirtschaft, des Finanzwesens? Ich kenne kein demokratisches Land, wo die Macht vom Volk ausgeht – Paraguay schon gar nicht.

  4. Den Beitrag von UHU ist nichts hinzu zufügen, habe es schon in meinen vorigen Beiträgen erwähnt, solange wie er die Parteitreuen braucht, muss HC Zugeständnisse machen, leider, es führt kein Weg an Sie vorbei, vorerst nicht.

    1. Zugeständnisse machen sind ja ok – wenn man andererseits wirklich etwas bewegt. Wenn dann aber die Zugeständnisse alles andere überwiegen, braucht man auch keine Regierung wie diese.

    2. @Robert,
      Solange HC Praesident ist, wird er auch die Colorados
      benoetigen.. Er braucht Stimmen. Um. wenn er wirklich
      etwas aendern will , braucht er nicht nur die Rothemden, auch die anderen Parteien..

  5. Schweine stürzen sich immer wie irre auf den Futtertrog ob es den Bauern paßt oder nicht.Daran kann er nichts ändern aber der Tag der Schlachtung wird kommen und so wie das gierige Gemüt der Schweine ein Ende findet so wird dieses Spiel auch ein Ende finden. Was erwartet ihr von einen Präsidenten der erst 5 Monate im Amt ist und erst einmal das Schach Spiel aufbauen muss.Wenn Heiko und andere linke Gesellen es besser können sollen sie sich doch bei Cartes bewerben als Berater ohne Lohn mal sehen was dann passiert.

    1. Was hat dein Liebling denn in den 5 Monaten bewegt? Was hatte er vorher vollmundig versprochen?
      So wie du das schreibst, wäre HC ja ein kleines Kind, der erst einmal lernen muss, zu laufen. Nur mal zur Erinnerung: HC hat ein Wirtschaftsimperium hier in Paraguay, seit vielen Jahren – das könnte er nicht erfolgreich leiten, würde er so klein sein, wie du das schreibst.
      Übrigens: nicht jeder Realist ist ein Linker.

  6. Richtig Uhu du sagst es aber dennoch wuenschte ich als HC Fan mir mehr moeglichkeiten fuer ihn und weniger Parasiten die er beruecksichtigen muss

  7. Und ihr denkt die vorherigen Präsidenten hätten nicht die gleichen Probleme gehabt ???……..Lugo musste sogar 3 Parteien unter einen Hut bringen. Aber für euch ist das ja bei HC wieder was ganz anderes…..Ausserdem fehlt doch bei euren Kommentaren noch etwas. HC muss ja um sein Leben fürchten, deshalb seine Mossadgarde.
    Schaut einfach mal weniger Filme und nehmt ein Buch zur Hand.

  8. dies ist kein Problem Cartes oder Colorado oder einer anderen Partei, wie hier einige Kommentatoren meinen. Das pseudodemokratische System selbst, ist das Problem. Die Elite hat neue Namen und neue Funktionen für ihre Feudalherrschaft erfunden. Sie heißen heute nicht mehr Kaiser oder König, Lord oder Graf. Sie heißen jetzt Präsident, Partei- oder Fraktionsvorsitzender, Abgeordneter Senator etc.. Diese Umbenennung hat aber gewährleistet, dass die gleiche Elite nach wie vor regiert, wie sie es bereits seit Jahrhunderten tut. Es ist an der Zeit, dass das Volk das erkennt und sich endlich aufrafft, statt die Macht zu delegieren diese selbst in die Hand zu nehmen. Das dies möglich ist, zeigt die Schweiz. Der letzte Volksentscheid hat wieder einmal sehr deutlich gemacht, dass das Volk seine Interessenlage am besten kennt und auch danach entscheidet. Die Volldemokraten, die überwiegend der Elite (vor allem den Freimaurern angehören), hat vollkommen entgegengesetzte Interessen. Während z.B. ein kleiner Mann ein geregeltes und ausreichendes Familieneinkommen erhofft, hat die Elite ein Interesse daran möglichst wenig an ihre Sklaven zahlen zu müssen. Die Masseneinwanderung nach Deutschland ist ein deutliches Zeichen für diese Strategie. Es geht als nicht um HC oder einen anderen Parteibonzen sondern um die Erkenntnis der eigenen Verantwortung für das eigene Leben aber auch das Leben im Gemeinwesen, das man auch Staat nennt.

    1. hallo Asuncioner 45!
      Es ist sehr erfrischent von dir wieder mal zu hören.Wenn auch nicht immer einer Meinung so sagt mir dieser kommentar doch sehr zu ,genau auf den Punkt gebracht.

    2. @Asuncion45, Du bist einer der wenigen hier, welche versuchen, das Wesentliche in den Begebenheiten zu sehen und zu analysieren ohne sich in schwarz-weiß-Denken zu verlieren. Ich hoffe die Seltenheit deiner Kommentare hat keinen unerfreulichen Hintergrund.

      Zu Deinem letzten Satz muß ich sagen, daß „Eigenverantwortung“ sehr mit Vorsicht zu genießen ist. Ich finde, die Verantwortung gegenüber der Gesellschaft muß für ALLE an erster Stelle stehen. Die neoliberale Propaganda Eigenverantwortung zu übernehmen, entbindet die Eliten der gesellschaftlichen Verantwortung genauso wie das „Recht des Stärkeren“ aus Unrecht ein moralisches Recht macht.

      Übrigens wird politaia die nächsten Tage vom Netz genommen. Vielleicht besteht Interesse sich eine Kopie zu machen.

      LG

  9. Das letzte Wort bei Itaipu hat Brasilien und bei Yacyreta hat Argentinien. Wenn beide Laender keinen Anstoss an den hohen Gehaeltern von Leuten mit politischen Empfehlungen nimmt kann man annehmen dass dort grosses Interesse besteht die paraguayische Politik ab zu halten an bestehenden Vertraegen ernsthaft zu ruetteln.
    Seinerzeit sagte der Chef der ANDE, Ing.Enzo Debernardi, dass Paraguay zum Bau der Wasserkraftwerke nur die Haelfte des Wassers beisteuerte. Selbst die paraguayische Haelfte des Grundkapitals musste die Nachbarlaender langfristig vorfinanzieren. Zu den Baukosten ueberhaupt nichts.
    Was immer wieder gerne hier ausgeblendet wird ist dass ohne den Bau der beiden Wasserkraftwerke Paraguay schon seit Jahrzehnten durch Energiemangel nicht die Entwicklung genommen haette die nun stattfand.

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