Erster Aufstand des Clan Rotela in Tacumbú nach Operation Veneratio niedergeschlagen

Asunción: Die Nationalpolizei hat am Sonntag in nur fünf Minuten den ersten Aufstand von Häftlingen des Clan Rotela im Staatsgefängnis von Tacumbú seit der Operation Veneratio beendet. Rund 350 Insassen eines Randblocks versuchten, die Besuchszeiten zu sabotieren, wurden jedoch zurückgeschlagen.

Die Revolte begann gegen 08:00 Uhr morgens, als etwa 350 Häftlinge des Pavillons „Rancho Alta“ Matratzen verbrannten, Vollzugsbeamte mit Steinen angriffen und sie mit Stichwaffen bedrohten. Die Gefangenen forderten, während der Besuchszeit (die um 09:00 Uhr begann) in den Haupthof gelassen zu werden, obwohl fast keiner von ihnen angemeldeten Besuch hatte.

Zuvor hatte die Gefängnisleitung angeordnet, dass Häftlinge ohne Besuch in ihren Blöcken bleiben müssen, um Überfüllung zu vermeiden und die Besucher nicht zu stören. Die Insassen des Pavillons Rancho Alta, von denen die meisten dem Clan Rotela angehören, kündigten daraufhin an, den Besuchstag – der für die Gefängnispopulation als „heilig“ gilt – zu verhindern.

Schnelles Eingreifen der Polizei

Da bereits am Vorabend Gerüchte über einen Destabilisierungsversuch kursierten, war die Polizei in Alarmbereitschaft. Unmittelbar nach Beginn der Unruhen stürmten vier Züge der Antidisturbios-Einheit und Scharfschützen der Spezialeinheit FOPE den Sektor.

Den Berichten zufolge dauerte es nur fünf Minuten, um den Aufstand zu beenden und alle beteiligten Häftlinge zur Kapitulation zu zwingen. Sie wurden angewiesen, sich bäuchlings auf den Boden ihres Innenhofs zu legen.

Nach Erkenntnissen des Geheimdienstes war dies ein Versuch des Clan Rotela, die aktuelle Lage im Gefängnis zu testen, nachdem die Fraktion am 18. Dezember 2023 durch die Operation Veneratio weitgehend entmachtet worden war. Bei diesem damaligen Einsatz wurde auch der Anführer des Clans, Armando Javier Rotela Ayala, verlegt, der derzeit im Hochsicherheitsgefängnis von Emboscada einsitzt.

Wochenblatt / Abc Color

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