Etwas aus dem Ruder gelaufen

Encarnación: Der Regen am Donnerstagabend trieb Juan Marcelo Vera (42) dazu, im Star Motel in Encarnación Zuflucht zu suchen. Er kam zu Fuß und gab sich als Lkw-Fahrer aus. Angeblich brauchte er nur einen Platz zum Schlafen für ein paar Stunden.

Die Stunden vergingen, und der “Trucker” beschloss, sich zu amüsieren. Er bestellte eine Flasche Whisky und später mindestens ein Dutzend Dosen Bier. Er war die ganze Zeit allein.

Am Morgen darauf rief der Motelmanager den Kunden auf dem internen Telefon an, aber er ging nicht ran. Eine Angestellte bestand darauf und sprach ihn durch das Fenster an, dass er bitte bezahlen solle, woraufhin der Mann auf die schlimmste Weise reagierte.

Der Kunde wachte verkatert und gewalttätig auf. Er gab an, dass er kein Geld hätte, um seine Rechnung zu bezahlen, dass er aber eine Waffe bei sich trage und dass es für alle das Beste sei, ihn gehen zu lassen.

Die Angestellte, die die Schwester des Motelbesitzers ist, warnte ihn, dass sie die Polizei rufen würde. Der Mann drohte damit, dass er das Zimmer niederbrennen würde, bevor sie einträfen. Und wenn sie ihn ins Gefängnis brachten, würde er zurückkommen und sie holen.

Mit großer Angst beschloss der Manager, die Polizei zu rufen. Die uniformierten Beamten holten Juan Marcelo gewaltsam heraus und auf Anordnung der Staatsanwaltschaft wurde er auf dem Revier N° 11 in Haft genommen.

Die Polizei überprüfte seine Identität und stellte fest, dass der Verhaftete seinen Geburtstag allein verbracht hatte. “Er betrat das Motel ohne Geld, um allein seinen Geburtstag zu feiern”, sagte der Unteroffizier Lorenzo González.

Der Häftling sagte, dass in den frühen Morgenstunden ein Mädchen zu ihm kam. Das Motelmanagment dementierte dies jedoch, da nur der Motelmanager die Tore öffnen kann. “Er halluzinierte oder wollte irgendwie vertuschen, dass er allein war.

Er gab zu, dass er versagt hatte: ‘Ich habe Mist gebaut’, sagte er uns”, so der Polizist.

Wochenblatt / Extra

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