Die Schere zwischen Arm und Reich

Die Interamerikanische Entwicklungsbank (IDB) stellte in einem Bericht fest, dass es, vor allem für die Einwohner von Asunción und in deren Umgebung, schwer ist mit ihrem Einkommen über die Runden zu kommen.

17% der Einwohner in der Großmetropole Asunción sind arm, 77% haben genug, dass es zum Leben reicht. Dr. Ricardo Rodriguez Silvero, Wirtschaftswissenschaftler, ist der Überzeugung, die finanziellen Schwierigkeiten in der Bevölkerung können nur durch die Schaffung von mehr Arbeitsplätzen aus dem Weg geräumt werden.

„30% der wirtschaftlich aktiven Bevölkerung haben keinen festen Arbeitsplatz und ein geringeres Gehalt als der Mindestlohn. Allein aber der Mindestlohn ist nicht ausreichend, eine Person zu ernähren, geschweige denn eine Familie. Insgesamt gesehen also sind diese 30% der Bevölkerung arm, obwohl sie einer Tätigkeit nachgehen. Aber mehr als eine Million Guaranies verdienen sie nicht“, erklärte Silvero.

Ein Lösungsansatz, so Silvero, wäre eine bessere Zusammenarbeit des öffentlichen und privaten Sektors damit die Situation verbessert werden könnte. „Alle diese Institutionen müssen an einem Strang ziehen, einschließlich der Kirchen und sozialen Organisationen. Der Schwerpunkt muss auf die Schaffung von Arbeitsplätzen liegen, die auch ungelernte Kräfte annehmen können. Nicht nur Fachkräfte wie Maler, Elektriker usw. sind gefragt, sondern auch Hilfskräfte in privaten Unternehmen oder öffentlichen Einrichtungen“, erklärte Silvero. Er nannte Beispiele, wie ungelernte Arbeitskräfte eingesetzt werden könnten, vor allem in der Infrastruktur mit dem Bau von Gräben und der Zementierung von Straßen oder als Hilfsarbeiter bei dem Bau öffentlicher Gebäude.

Quelle: 5dias

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4 Kommentare zu “Die Schere zwischen Arm und Reich

  1. Nun, dies wäre vielleicht nicht ganz so drastisch, wenn sich die Politiker etwas zurückhalten würden mit dem Griff in die Kassen, sicherlich wäre genug Geld da, dass alle was abbekomen würden und sich die Mächtigen trotzdem die Taschen füllen könnten, aber die bekommen ja den Hals nicht voll genug! Offensichtlich sind die Verhältnisse in Py nun genau so mies wie in den westlichen Ländern, Mission erfüllt!

    1. Oh ja. Stimmt.
      Aber Dein letzter Satz ist lächerlich. Wir im Westen sind verwöhnt. Ich habe eine Adoptiv-Tochter, die lebt von der Sozialhilfe, und zwar wesentlich besser wie wenn sie arbeiten würde. In der Schweiz ist die durchschnittliche monatliche Sozialhilfe – alles eingerechnet – CHF 5.600 (2014). Im Kanton Basel-Land habe ich mal das Total der Ausschüttungen durch die Anzahl der Empfänger geteilt: CHF 7.986.

  2. Fachkräfte??? gibt es in Paraguay überhaupt jemanden der einen Beruf, wie z.B. Elektriker, Klempner, oder einfach nur Metzger, gelernt hat?

  3. meiner erfahrung gemäss gibt es hier in paraguay keine hilfsarbeiter, sondern nur „profis“. wenn man sie fragt können sie einfach alles……

    was müssen die europäer doch für idioten sein, dass sie sooo lange brauchen um einen beruf zu erlernen….