Lambaré: Ein 34-jähriger Mann wurde in Lambaré festgenommen, nachdem er angezeigt worden war – er soll Minderjährige über ein gefälschtes Profil auf Instagram angesprochen haben. Er bot ihnen Geld oder Ruhm bei OnlyFans an, um an Fotos und Videos seiner Opfer zu gelangen.
Im Rahmen der Ermittlungen wurde der mutmaßliche Täter identifiziert; anschließend durchsuchten Beamte der Nationalpolizei seine Wohnung in Lambaré (Zentraldepartement) und beschlagnahmten Mobiltelefone, Computer sowie weitere elektronische Geräte.
Nach Angaben der Ermittler wurden auf den Geräten belastende Dateien gefunden, die ihn mit Minderjährigen in Verbindung bringen. Der Fall wurde der Abteilung für Menschenhandel übergeben; die Ermittlungen laufen weiter, um festzustellen, ob es weitere Opfer gibt.
Es wird vermutet, dass der Mann pornografisches Material von Minderjährigen beschaffen wollte. Er kontaktierte Schülerinnen und versprach ihnen, sie zu Stars der bekannten Plattform OnlyFans zu machen – darüber hinaus versuchte er sogar, sexuelle Beziehungen zu den Betroffenen aufzunehmen.
Der Verdächtige ging dabei so vor, dass er auf Instagram ein gefälschtes Profil unter dem Namen einer Frau nutzte, um Opfer anzusprechen – vor allem heranwachsende Mädchen. Zuerst bat er sie um Videos oder Fotos, im Tausch gegen Geld oder mit dem Versprechen, ein Konto auf der Plattform für Erwachseneninhalte für sie einzurichten.
Teilweise willigten die Minderjährigen ein; in anderen Fällen vereinbarte der Mann Treffen, bei denen er ihnen angeblich eine andere Person vorstellen wollte, um sexuelle Kontakte zu vermitteln – auch hier sollte Geld fließen.
„Ein Opfer, ein heranwachsendes Mädchen, hat Anzeige bei der Staatsanwaltschaft erstattet. Daraufhin haben wir ermittelt und diesen Mann ausfindig gemacht: Er bot Jugendlichen Geld an, um Intimitäten mit ihnen zu haben. Und dabei hat er heimlich Aufnahmen gemacht – alles lag bereits als Datei auf seinem Handy und Computer, um damit eine Seite für OnlyFans zu erstellen“, erklärte Kommissar Humberto Aquino, Leiter der Abteilung für Menschenhandel der Nationalpolizei, im Gespräch.
Zudem teilte er mit, dass der Mann bisher nicht straffällig geworden ist und nun erstmals vor Gericht steht. Die betroffenen Jugendlichen hatten den Mann über soziale Medien kennengelernt.
Wochenblatt / Telefuturo















