Festnahmen im Fall Abraham Fehr

Das gezahlte Lösegeld von der Familie Fehr kam nicht bei der EPP an, dafür bereicherten sich andere Menschen daran, die die Mennoniten betrogen, das bestätigte die ermittelnde Staatsanwaltschaft. Drei mutmaßliche Betrüger wurden festgenommen.

Cazal Joel, leitender Staatsanwalt für den Fall, sagte, es hätte nach der Pressekonferenz von Fehr eine gründliche Untersuchung gegeben, was wirklich mit dem Lösegeld passiert sei. „Die Abteilung für Entführungen der Kriminalpolizei nahm Ermittlungen auf, dabei kam heraus, dass dieses Geld nicht sein Ziel erreichte.

Nach Aussagen von Zeugen nahm ein mexikanischer Staatsbürger in der Kolonie das Geld an sich, er wiederum gab es anderen Personen, die angeblich Kontakt zur EPP herstellen sollten“, sagte er. Der Mexikaner „sprach mit der Familie Fehr und erklärte, er verfüge über Verbindungen zur EPP, deshalb übergaben sie ihm das Lösegeld, es waren aber 100.000 US Dollar und nicht 500.000 US Dollar, wie ursprünglich von der kriminellen Gruppe gefordert“, erklärte der Staatsanwalt.

Cazal fügte an, aufgrund des Sachverhaltes hätten Spezialeinsatzkräfte vier Razzien in Concepción, San Pedro, Curuguaty und Asunción durchgeführt, dabei seien drei Männer festgenommen worden. „Die Staatsanwaltschaft beschlagnahmte auch einen Toyota Hilux sowie 80 Rinder, die wohl von dem angeblichen Lösegeld angeschafft wurden“, sagte er.

Mittlerweile überprüfen Ermittler, ob die Verhafteten einen möglichen Bezug zur EPP hätten, dazu werden im Augenblick mehrere Siedler verhört. Die Täter sollen angeblich auch Drohungen der EPP erhalten haben, dadurch die mögliche These der Ermittler über Verbindungen zu ihnen.

Quelle. ABC Color