Francos Dienstzeit endet zwischen Protesten

Asunción: Zwei Wochen vor Ende seiner Dienstzeit bekommt Präsident Federico Franco auch innenpolitisch die Rechnung für seine Taten in Form von Protesten präsentiert, die leider, nicht mehr zählbar sind. Die Verantwortlichkeit liegt für die Bürger, die unzufrieden sind nun mal beim Regierendem, wenn das auch nicht in allen Fällen zutreffend sein mag.

Die Lehrer, die keinen Schritt zurück machen und auf die Unterstützung des Volkes hoffen haben nichts aus der Staatskasse zu erwarten, zu hoch ist die Forderung. Allerdings wurden ihnen auch schon seit Dekaden versprochen was Franco jetzt nicht halten kann.

Arme Mütter aus Horqueta, Provinz Concepción, sperrten heute die Verbindungsstraße V zwischen Concepción und Yby Yau, weil sie seit Monaten auf die Zahlungen aus dem Sozialprogramm Tekoporã warten, welches unter Francos Vorgänger Lugo eingeführt wurde. Selbst Nachfolger Cartes, der sich ebenso der Wichtigkeit der sozialen Entwicklung im Land bewusst ist, erklärte weiterhin, d.h. bis Ende des Jahres, keine Mittel dafür bereitstellen zu können.

Ebenso waren es 249 Ärzte, die heute erneut im Nationalkrankenhaus von Itaugua gestreikt haben weil sie auf ihre Löhne warten. Obwohl Patienten behandelt wurden kommt es wegen einem aufgeblasenem Haushalt und geringerer Einnahmen beim Zoll zu Verspätungen bei den Lohnzahlungen.

In Mitten dessen bleiben viele begonnenen Baustellen ohne Aktivität still stehen. Ein großer Teilbereich der 3,8 km Costanera Küstenstraße von Asunción wurde zwar heute zum Tag der Freundschaft endgültig eingeweiht, macht jedoch nicht die Versäumnisse in anderen Teilen des Landes wett. Ein weiterer Lichtblick sind die riesigen Fortschritte beim Bau (80%) des 50 m langen und 25 m breiten Schwimmbeckens für internationale Wettkämpfe, welches im Januar im Zentralbank Gelände begonnen wurde zu bauen.

(Wochenblatt)

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4 Kommentare zu “Francos Dienstzeit endet zwischen Protesten

  1. Armes Paraguay, für Prestigeobjete ist Geld vorhanden, für die Bedürftigen nicht. Da hatte man sich doch ganz leise etwas mehr von Franco erhofft.
    Setzen wir jetzt also unsere vorsichtige Hoffnung auf Cartes. Er und seine Familie dürften es ja nicht nötig haben, sich am Staatseigentum zu bereichern, da vermutlich die gesamte Familie bereits in den Betrieben von Herrn Cartes tätig ist.
    Natürlich muss er sich erst einen umfassenden Überblick verschaffen, vor Allem über die gut bezahlten Angestelltenposten. Sollte er jedoch hart gegen jeden Versuch des Betrügens oder der Bestechlichkeit vorgehen, so würden sich die Reihen von ganz allein lichten.
    Ach ja, immer diese Tagträume. Aber wie sagt man: Die Hoffnung stirbt zuletzt.

    1. Lustige Meinung: Wer reich ist, will kein weiteres Geld haben, auch nicht die ganzen Mitläufer….
      Schau dich mal in der Welt um – da sieht man genau das Gegenteil, von dem, was du da proklamierst.
      Und wenn du auch nur das Wochenblatt verfolgst, könntest du sehen, wohin der Weg des großen Herrn Cartes, der Hoffnung aller Reichen hier, geht. Er kündigt an, für das Sozialprogramm kein Geld zu haben und vorher hat er schon versprochen, keine Steuererhöhungen für die Reichen, die ja so ehrenwert sind, deiner Meinung nach, vorzunehmen. „Hoffnung stirbt zuletzt“ Welche HOffnung? In Cartes? in die PLRA? In Lugo? – Guter Witz

      1. Hallo????? Ich habe meine Vorstellungen selbst als Tagträumerei bezeichnet. Andererseits sehe ich nicht ein, etwas oder jemanden von vornherein abzulehnen. Dass Cartes ein leeres Staatssäckel übernimmt, kann man ihm ja schlecht vorwerfen. Die Schwimmhalle geht noch auf Lugo zurück und die Costerna ist auch nicht auf seinem Mist gewachsen. Warten wir es also ab, ändern können wie sowieso nichts.

  2. Das Finanzamt sollte mal seine Steuerprüfer in die Anwaltskanzeleien schicken und deren Steuererkärungen überprüfen .wovon sie sich Paläste u.Estancen kaufen können .Für die von ihnen vertretenen Fällen schreiben die Anwälte fast nie ihren Klienten Rechnungen aus ,also Alles Schwarzgeld ( Schmiergeld )! Das Gleiche gilt auch für viele Richter !Und das sind keine Pinats ) Wenn diese Berufe mal unter die Lupe genommen würden , hätte der Staat viel ,viel mehr Geld

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