Vor sieben Wochen wurde der 17-jährige Franz Wiebe von der EPP entführt. Abgesehen hatten sie es auf eine reiche Geisel, mitgenommen haben sie den Sohn einer Familie, der es unmöglich ist das Lösegeld zu zahlen.
Am 27. Juli 2016 gegen 17:00 Uhr war eine Gruppe Mennoniten damit beschäftigt, in der Kolonie Rio Verde einen Tag der Maisernte abzuschließen. Unter den Arbeitern befand sich auch Franz Wiebe Boschman, ältester Sohn von Abrahán und Katharina Wiebe, geb. Boschman. Franz Wiebe ließ die Schule Schule sein um Geld zu verdienen und seine Familie finanziell zu unterstützen.
Während die Arbeiter sich fertig machten, um in ihre Häuser zurückzukehren tauchte eine Gruppe Unbekannte mit großkalibrigen Waffen auf. Natürlich waren es die Mitglieder des selbsternannten Ejército del Pueblo Paraguayo (EPP).
Nachdem sie das Feuer eröffneten, flohen fast alle vom Feld. Nur Franz Wiebe und den taubstummen Pedro Peters nahmen sie als Geisel. Sie verschleppten sie in einen nahen Ort, wo sie Pedro Peters schlugen. Schlussendlich entschieden sie ihn freizulassen und eine Nachricht für den Pastor der Mennonitengemeinde zu überbringen.
In dem Schreiben fand sich eine Serie von Anordnungen wieder, die zusammen mit Lösegeld in Höhe von 700.000 US-Dollar die Freilassung garantieren würden. Franz Wiebe war jedoch nicht das Ziel. Die Terroristen wollten Cornelio Peters kidnappen. Dieser floh jedoch als er konnte. Sie gaben sich mit Franz zufrieden, der das Entführungsopfer Nummer 10 der EPP ist.
Die Familie Wiebe-Boschman, die aus Mexiko stammt, lebt schon seit Jahren in Rio Verde. Auch wenn sie alle Besitztümer verkaufen, die ihnen noch bleiben, kommen sie niemals zu der geforderten Summe. Während Franz’ Brüder zu Beginn der Geiselnahme die Ausmaße der Tat noch nicht begreifen konnten und im Garten des Grundstücks spielten, verbrachte seine Mutter fast die komplette Zeit im Haus und weinte.
In einer ähnlichen Situation befindet sich die Familie von Abrahán Fehr, der am 8. August 2015 gekidnappt wurde. Für seine Freilassung forderte die EPP die Summe von 500.000 US-Dollar, Summe die auch nicht von der Familie aufgebracht werden konnte.
Ein Monat nach Franz’ Verschwinden wurden die Soldaten im EPP Einzugsbereich selber Opfer einer tödlichen Attacke. Insgesamt 8 Soldaten verloren dabei ihre Leben.
Der Schmerz vereint die Familien Wiebe, Fehr und Morínigo, drei Familien mit einem Kind als Geisel der EPP.
Quelle: Abc Color










Alex
Wieso gibt es immer noch diese verrückte Vereinigung?
Man müsste sie doch schon vor Jahren fangen und der Justiz bringen!
Manni
Wir können uns beruhigt zurück lehnen. Dank den hocheffizient arbeitenden Ermittlungsbehörden, dem ausgeprägtem Gerechtigkeitssinn hoch bezahlter Politiker und Abgeordneter und einem für absolute Gerechtigkeit bekannten Gerichtswesen, werden Verbrechen aller Art sicherlich schnell aufgeklärt und die Täter der wohlverdienten Strafe zugeführt. Schließlich leben wir in Paraguay und nicht im tiefen Afrika.
Philipp
Koennte glatt von einem Politiker kommen.
Wir faffen daf!