Garra Guaraní im Aufwind: Schafft Paraguay den Sprung in die K.-o.-Runde?

Asunción: Der Sieg gegen die Türkei hat Paraguay ganz nah an den Einzug in das Sechzehntelfinale der Weltmeisterschaft 2026 gebracht. Kurz vor dem Ende der Spiele in der Gruppe D hat die Auswahl unter der Leitung von Gustavo Alfaro weiterhin alle Chancen, das Weiterkommen aus eigener Kraft zu sichern und ihre Zukunft im Turnier zu bestimmen.

Da die USA bereits als Gruppensieger feststehen, wird das Duell gegen Australien am Donnerstag, den 25. Juni, entscheidend dafür sein, auf welchem Platz die Albirroja landet und welchen Weg sie in der K.-o.-Runde einschlagen muss.

Das Ziel: Den zweiten Platz sichern

Um die Gruppe D als Gruppenzweiter zu beenden, muss Paraguay Australien zwingend schlagen.

Beide Nationalteams gehen punktgleich mit jeweils drei Zählern in die Partie, allerdings weisen die Australier die bessere Tordifferenz auf. Aus diesem Grund reicht ihnen ein Unentschieden, während die Albirroja zwingend einen Dreier einfahren muss, um sich Platz zwei zu sichern.

Die Alternative: Über die besten Gruppendritten weiterkommen

Im Falle eines Unentschiedens oder einer Niederlage wird Paraguay die Gruppe als Dritter abschließen und ist von der Gesamttabelle der Gruppendritten abhängig.

Bei einem Remis würde das Team vier Punkte erreichen – eine Ausbeute, die im erweiterten Format mit 48 Mannschaften historisch gesehen meist ausreicht, um weiterzukommen, da acht der zwölf Gruppendritten in die nächste Runde einziehen.

Eine Niederlage hingegen würde die Paraguayer bei drei Punkten und einer negativen Tordifferenz belassen. In diesem Szenario müsste man die Ergebnisse der anderen Gruppen abwarten, um über das eigene Turnierschicksal Klarheit zu haben.

Die möglichen Gegner

Sollte Paraguay den zweiten Platz der Gruppe D ergattern, trifft das Team auf den Zweiten der Gruppe G, die sich aus Belgien, Ägypten, Iran und Neuseeland zusammensetzt.

Dieses Match würde am Freitag, den 3. Juli 2026, im imposanten AT&T Stadium in Arlington (Texas) ausgetragen.

Falls das Weiterkommen jedoch als einer der besten Gruppendritten gelingt, hängt der Gegner von der komplexen Paarungsformel der FIFA für das neue WM-Format ab. In diesem Fall würde sich auch der Spielort ändern, wobei verschiedene Optionen je nach den Endergebnissen der Gruppenphase noch offen sind.

Ein vorgezogenes Finale

Abseits aller Rechenspiele wird Paraguay das Duell gegen Australien wie ein echtes Endspiel angehen. Der Sieg gegen die Türkei hat der Mannschaft von Gustavo Alfaro neues Leben eingehaucht, die Vertrauen zurückgewonnen und die traditionelle Garra Guaraní (den paraguayischen Kampfgeist) gezeigt hat.

Nun will die Albirroja den entscheidenden Punch setzen, um den Einzug in die K.-o.-Runde perfekt zu machen und bei ihrer Rückkehr auf die WM-Bühne nach 16 Jahren Abwesenheit weiterzuleiten.

Wochenblatt / ABC Color / Beitragsbild Archiv

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