Gefährlicher Social-Media-Trend: Polizei warnt vor 48-Stunden-Vermissten-Challenge

Asunción: Ein neuer gefährlicher Trend in den sozialen Netzwerken beunruhigt die Behörden: Jugendliche werden dabei aufgerufen, ihr Smartphone auszuschalten, ihr Zuhause zu verlassen und zwei Tage lang jeglichen Kontakt zur Außenwelt abzubrechen.

Polizeioffizier Ramón Vera vom Sonderdezernat für Personensuche und Ortung erklärte, dass es in Paraguay bislang noch keine bestätigten Fälle im Zusammenhang mit dieser Mutprobe gibt. Allerdings wurden in WhatsApp-Gruppen und anderen Internet-Communitys bereits erste Unterhaltungen und Hinweise zu diesem Thema entdeckt.

Der Netz-Trend wird als vermeintliches Spiel getarnt: Die Teilnehmer versuchen Punkte zu sammeln oder an Popularität zu gewinnen – je länger es ihnen gelingt, unauffindbar zu bleiben.

Hinter der vermeintlichen Mutprobe verbirgt sich jedoch eine ernsthafte Gefahr. Während dieser 48 Stunden sind die Jugendlichen einem hohen Risiko für Raubüberfälle, Übergriffe, Entführungen oder andere Gefahren ausgesetzt – insbesondere, weil sie alleine unterwegs und für ihre Familien unerreichbar sind.

Die Polizei betont zudem, dass jede Vermisstenanzeige einen enormen Suchapparat und Großeinsatz der Einsatzkräfte auslöst.

Eltern wird daher dringend geraten, das Gespräch mit ihren Kindern zu suchen, deren Aktivitäten in den sozialen Netzwerken im Blick zu behalten und solche Trends keinesfalls zu verharmlosen. Was für manche wie ein harmloser Streich aussehen mag, kann in einer Tragödie enden und Menschenleben in Gefahr bringen, warnt der Polizeiexperte.

Wochenblatt / Cronica

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