Gegendarstellung zu Betrugsfall unter Deutschen in Yataity

Hiermit wende ich mich an das Wochenblatt aus Paraguay bezüglich der am 25. November 2011 erschienenen Veröffentlichung.

In dieser wird (definitiv unwahr) öffentlich erklärt, dass ein deutsches Paar aus Yataity (nämlich wir, Annelore und Henry Thomas) wegen Betruges und widerrechtlicher Aneignung abgestraft sind.

Tatsächlich ist es korrekt, dass wir durch das Ehepaar Klaus und Gisela Güttler angezeigt wurden, aber es ist nicht weniger korrekt, dass auch wir eine Klage gegen Klaus und Gisela Güttler angestrengt haben, da sie sich unseres Fahrzeuges Nissan Terrano bemächtigen wollen, das wir rechtmäßig erworben haben und das uns gehört.

Klaus und Gisela Güttler präsentieren Sachverhalte vorsätzlich in verzerrter Weise, zum Beispiel besitzt das gerichtliche Dokument vom Februar 2011, dessen Kopf in Ihrer Zeitung veröffentlicht wurde, keinerlei Gültigkeit mehr.

Während der durchgeführten Untersuchung konnte der Staatsanwalt keinerlei wirksame oder eindeutige Beweise dafür vorbringen, dass die erstattete Anzeige der Wahrheit entspricht.

Aus diesem Grund wurde das Verfahren gegen uns aus Mangel an Beweisen nicht betrieben.

Diese Information stammt aus aktueller, überprüfbarer Quelle, nämlich von der Judikative und Staatsanwaltschaft Villarricas vom Dezember 2011.

Somit existieren für uns keinerlei Verpflichtungen der Familie Güttler Geld zu erstatten. Außerdem wurden alle geforderten Maßnahmen gegen uns aufgehoben, auch die Behauptung ist unwahr, dass über uns ein Verbot das Land zu verlassen, verhängt worden war usw.

Klaus und Gisela Güttler träumten nicht – wie in Ihrem Zeitungsbericht dargestellt- von einem neuen Leben in Paraguay. Nach umfangreichen Recherchen haben wir Grund zur Annahme, dass sie eher ihre Flucht aus Deutschland planten.

Genau diese Familie Güttler beschuldigt uns, sie in Bezug auf die Baukosten ihres Wohnhauses betrogen zu haben.

Obwohl wir dieser Familie geraten hatten, den auf dem Grundstück befindlichen Stall auszubauen und dann später (nach ihrer Ankunft in Paraguay) ihr Haus selbst zu bauen, was erhebliche Kosten einsparen würde-, ging die Familie Güttler nicht auf diesen Vorschlag ein, im Gegenteil- wir wurden geradezu gedrängt ihnen doch beim Bau eines Hauses behilflich zu sein.

Die Größe des Wohnhauses wurde ausschließlich in Übereinstimmung mit der finanziellen Leistungsfähigkeit der Familie Güttler ausgeführt, welche lediglich kleine Überweisungen tätigte, die stets unzureichend und verspätet ausfielen.

Weitere Einzelheiten, die nirgends erwähnt werden, sind z.B., dass die Familie Güttler nicht nur ein Haus in 3 Monaten fertiggestellt haben wollte, sondern, dass sie 2 Rundhäuser in Auftrag gaben, welche in erheblicher Entfernung voneinander und ebenso in erheblicher Entfernung von Wasser –und Stromanschlüssen gebaut werden sollten.

Obwohl wir vor den hohen Kosten bezüglich extrem langer Wege zur Strom-und Wasserführung warnten, wurde dies ignoriert. Es musste also ein erheblicher Aufwand betrieben werden, z.B. auf speziellen Wunsch von Klaus Güttler musste auch ANDE die Stromversorgung anders verlegen. Ein weiterer Wunsch von Gisela Güttler war, dass 1 Hektar des Grundstückes mit Bambus eingefasst werden sollte, damit die Hunde genug Auslauf hätten.

Die Information, dass das Geld für das 2. Rundhaus nicht ausreichend würde, erhielten wir erst nach 6 Wochen, also viel zu spät, d.h. Gräben mussten wieder zugeschaufelt werden, die ganzen Vorarbeiten waren umsonst, ebenso wie der große Arbeitsaufwand des bereits abgeschlagenen Bambus für den Hundeauslauf, was plötzlich für die Familie Güttler aus finanziellen Gründen ebenso nicht mehr wichtig war.

Dennoch waren wir bemüht der Familie Güttler ein schönes Haus, entsprechend Ihrer finanziellen Möglichkeiten zu erstellen. Den ursprünglichen Gedanken der Familie Güttler ein Haus in Hufeisenform mit ca.400-500 überdachter Fläche zu errichten und einem Swimmingpool der Ausmaße 10 m x 5 m, hatten sie bereits nach ihrer Ankunft in Paraguay im August verworfen, da dies bei weitem die finanziellen Möglichkeiten überstiegen hätte.

Auch der Traum von einem großen Rundhaus mit 2 Schlafzimmern, 2 Bädern, Wohnzimmer, Küche usw. war ausgeträumt, da die entsprechenden Mittel fehlten.
So widersprechen wir auch hier ihrem Zeitungsartikel indem Gegensätzliches behauptet wird.

Zum Bau des Rundhauses wurde ausnahmslos qualifiziertes Personal ausgesucht, z.B. ein Bauunternehmer mit langjähriger Erfahrung Itaipú und entsprechenden Qualifikationsnachweisen, ein deutscher Elektromeister, das Dach wurde von einem Einheimischen errichtet, der dieses spezielle Handwerk von seinem Vater gelernt hatte und bereits eine Vielzahl wesentlich größerer Strohdächer errichtet hatte, wobei bisher nicht ein einziger Grund zu einer Reklamation hatte. Das Dach, welches auch in ihrem Zeitungsartikel beanstandet wurde, hatte Klaus Güttler selbst durch die unsachgemäße Nutzung einer 6m langen Leiter zerstört.

Beim Dach wurde z.B. jeder einzelne Sparren durch starken Draht, der über die Sparren gezogen wurde, unterhalb des Ringankers verspannt. Auch wurde als Halt für das Stroh anstelle von Latten 6-er Eisen verwendet, welche alle 18-20 cm mit Krampen angebracht worden waren uvm.

Am Ankunftstag der Familie Güttler in Paraguay, dem 5. Dezember 2009 wurden noch die letzten Fliesen verlegt und die sanitären Installationen montiert und angeschlossen (Dusche, WC, Waschbecken usw.) Obwohl die Fliesen noch nicht getrocknet waren, übernachteten sie einschließlich ihres großen Schäferhunds im Haus, wodurch sich einige Fliesen lösten.

Bei diesem Haus handelte es sich keineswegs – wie auch in ihrem Zeitungsbericht unwahr beschrieben- um ein Quincho oder einen Rohbau. Das Haus war komplett einzugsbereit, außerdem war die ehemalige Scheune abgerissen und als Wasserturm/Speicher neu aufgebaut worden, das Grundstück mit über 5 Ha war bei der Ankunft der Familie, sowie während der gesamten monatelangen Abwesenheit gepflegt und instand gehalten worden, -die Tiere, welche sich die Familie Güttler bereits im August –ohne Rücksprache bezüglich der Versorgung angeschafft hatte- waren ebenso monatelang versorgt worden, sämtliche Arbeiten bezüglich der Strom-und Wasserleitungen, einschließlich der ANDE Arbeiten waren bei deren Ankunft in Paraguay abgeschlossen usw.

Im Übrigen handelt es sich bei den Materialien –nachweislich- keineswegs – wie in ihrer Zeitung dargestellt – um schlechte Qualitäten.

Es ist auch falsch, dass laut Sachverständigenbericht der Betrag von GS.45.376.000 in das Gebäude investiert wurde, was zu einem Fehlbetrag in Höhe von GS. 62.116.000 führt.

Das Gutachten wurde 11 Monate nach dem Einzug des Ehepaares Güttler in das Wohnhaus erstellt und nicht in dem Augenblick, wo diese es bezogen. Es ist offensichtlich, dass der Gutachter die Vernachlässigung und unsachgemäße Nutzung, den diese Leute mit ihrem Haus angedeihen ließen, eingerechnet hat.

Im übrigen ist es bewiesen, dass die überwiesene Summe unter den 15.434 EUR liegt und dass dieses Geld nicht nur zum Hausbau sondern ebenso auch zur Deckung sämtlicher anderer Kosten –wie oben erwähnt- verwendet worden war.

Es ist offensichtlich, dass ihr Presseorgan durch die Quelle, die Ihnen die Informationen zur Verfügung stellte, getäuscht wurde.

Annelore Thomas