Asunción: Die Schule Patricio Escobar im Stadtteil San Pablo der Hauptstadt steht nach dem Überlaufen ihrer Sickergrube vor einem schweren Gesundheitsnotstand. Mangels offizieller Reaktionen entschieden sich Eltern dazu, ihre Kinder vorzeitig abzuholen, um Krankheitsausbrüchen vorzubeugen.
Der Kollaps der Sickergrube an der Grundschule Patricio Escobar im Stadtviertel San Pablo in Asunción hat zwei von drei Toilettentrakten unbenutzbar gemacht. Als Folge müssen sich mehr als 300 Schülerinnen und Schüler von der ersten bis zur neunten Klasse eine einzige verbleibende Toilette teilen.
Gefordert von den offensichtlichen Gesundheitsrisiken und dem übelkeiterregenden Gestank, trafen viele Eltern die Entscheidung, ihre Kinder bereits mittags nach Hause zu holen, um die Nutzung der Sanitäranlage zu vermeiden.
Obwohl die Eltern Absaugwagen bereits aus eigener Tasche bezahlt haben, hat die Sickergrube das Ende ihrer Nutzungsdauer erreicht und füllt sich innerhalb weniger Wochen wieder.
Trotz wiederholter Beschwerden der Schulleitung beim Ministerium für Bildung und Wissenschaft (MEC) bleibt die Schulgemeinschaft weiterhin ohne Antworten oder endgültige Lösungen. Sie fordert daher ein sofortiges Eingreifen, bevor die unhygienischen Zustände sie zur Aussetzung des Unterrichts zwingen.
Wochenblatt / Hoy















