Gewalt-Eskalation in Guairá: Zehn Verletzte bei brutaler Polizei-Razzia gegen Bauern

Villarrica: In der Region Mauricio José Troche (Departement Guairá) kam es heute zu gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen der Nationalpolizei und verzweifelten Zuckerrohrbauern. Mit einem massiven Aufgebot an Spezialeinheiten, Wasserwerfern und Gummigeschossen verhinderte die Polizei den Vormarsch von rund 150 Traktoren, die sich auf dem Weg zur Hauptverkehrsader Route PY02 befanden.

Blutiger Protest für die neue Zuckerfabrik

Was als friedliche Mobilisierung geplant war, endete im Chaos. Mindestens zehn Personen erlitten Verletzungen durch Gummigeschosse und mussten medizinisch versorgt werden. Die Bauern protestieren gegen den anhaltenden Stillstand beim Bau der neuen Petropar-Zuckerrohrmühle. Trotz Vereinbarungen vom letzten Oktober blockieren juristische Streitigkeiten das Projekt – eine existenzbedrohende Situation für die Produzenten der Region.

Straßensperren und angespannte Lage

Die Polizei errichtete am strategisch wichtigen Punkt “Cruce San Pedro“ eine Mauer aus Schilden und Fahrzeugen. Die Demonstranten weigern sich jedoch, den Ort zu verlassen, und beharren auf ihrem Recht, die Route PY02 zu erreichen. Die Stimmung im Herzen von Guairá ist am Siedepunkt.

Wochenblatt / Ultima Hora

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