Lambaré: Wer in Paraguay krank wird, braucht vor allem eines: Ein dickes Fell und ein unendlich ausdauerndes Telefon-Akkupack.
Die staatliche Hotline 154, einst als stolzes Aushängeschild der Digitalisierung im Gesundheitswesen gefeiert, hat sich zu einem bürokratischen Friedhof für Patientenhoffnungen entwickelt. Besonders das Bezirkskrankenhaus von Lambaré steht derzeit im Kreuzfeuer massiver Kritik.
Option 2: Der direkte Weg ins Nirgendwo
Theoretisch klingt es simpel: Wählen Sie die 154, drücken Sie die Option 2 und vereinbaren Sie Ihren Termin im Krankenhaus Lambaré. Praktisch endet dieser Versuch in einer akustischen Endlosschleife. Patienten berichten von stundenlangen Wartezeiten, nur um am Ende aus der Leitung geworfen zu werden.
Doch die wahre Demütigung wartet vor Ort. Wer die telefonische Ignoranz nicht mehr erträgt und persönlich am Empfang erscheint, prallt gegen eine Mauer aus Desinteresse. „Es gibt keine Nummern mehr“, lautet der Standardsatz, der Kranke, Senioren und Mütter mit Kleinkindern wie Bittsteller im Regen stehen lässt.
Systematische Missachtung statt medizinischer Versorgung
Das Problem in Lambaré ist kein technischer Defekt – es ist ein Symptom einer tiefsitzenden institutionellen Krise. Es weckt bittere Erinnerungen an Vorfälle aus der jüngeren Vergangenheit, etwa im General Hospital von Coronel Oviedo, wo Mitarbeiter dabei gefilmt wurden, wie sie hilfesuchende Patienten verspotteten. Damals rollten Köpfe, doch die Kultur der Verachtung scheint in den Fluren der öffentlichen Krankenhäuser weiterzuexistieren.
Besonders hart trifft es jene, die keine Wahl haben: Chronisch Kranke, die auf ihre Medikamente angewiesen sind, und ältere Menschen, für die jeder vergebliche Weg zum Krankenhaus eine körperliche Qual darstellt. Das System scheint darauf ausgelegt zu sein, den Patienten so lange zu zermürben, bis er frustriert aufgibt – oder im schlimmsten Fall stirbt.
Das Schweigen der Verantwortlichen
Während die Beschwerden in den sozialen Netzwerken überkochen, herrscht in den Teppich-Etagen des Gesundheitsministeriums dröhnendes Schweigen. Konkrete Lösungen? Fehlanzeige. Eine würdevolle Behandlung scheint in einem System, das Patienten nur noch als lästige Nummern in einer nicht funktionierenden Datenbank betrachtet, zum Luxusgut geworden zu sein.
Paraguays Gesundheitssystem steht nicht vor dem Kollaps – es befindet sich mitten darin. Und solange die “Leitung 154″ die einzige Brücke zur Heilung bleibt, wird diese Brücke für viele Bürger weiterhin im Nichts enden.
Wochenblatt / Beitragsbild Archiv
















TejuJagua
Ein „Gesundheitssystem“ in dem sich unfähige Ärzte und faule Mitarbeiter einen schönen Lenz machen, genau das haben wir in diesem Land.
Das „Weiße Personal“ hält sich im Aufenthaltsraum der Mitarbeiter auf und kümmert sich einen Sch…. um die Patienten. Die müssen nämlich von Familienangehörigen versorgt werden. Die „dürfen“ Tag und Nach am Bett der Kranken sitzen, sie waschen, füttern, auf die Toilette helfen, Windeln und Verbände wechseln. Dafür sind die Enfermeras anscheinend nicht zuständig. Spricht man sie an, wird man entweder völlig ignoriert oder dumm angemacht. Die Ärzte sieht man nur zur Endabrechnung, wenn man dann all die Leistungen auch noch bezahlen darf, die man selber erbracht hat. Beschwert man sich, wird man ausgelacht und der/die Kranke wird so lange als Geisel festgehalten, bis man die völlig überzogenen Preise bezahlt hat.
Mehr Verachtung für die hilfesuchenden Menschen geht gar nicht.
Ömer mit Sackmesser
Die Ärzte der öffentlichen Spitäler spulen bei vollem marxistischem Gehalt ihre wöchentlich 12 Stunden Pflichtpräsenzzeit ab. Der Rest der Woche ist dann sozusagen Freizeit. Die ganz hellen nutzten diese Freizeit um sich in etwas besser bezahlen Privatkliniken etwas Zubrot zu ergattern.
Den Gang ins öffentliche Spital kann man sich ersparen. Es gibt eh nur drei Medikament für sämtliche Krankheiten:
– Antibiotika
– Dr. Shelbie’s Salbe
– Alka-Selzer Browsertabletten.
OK, dafür sind sie dort grati, dh. der Steuerzahler bezahlt dat dann.