Gott im Mund, Hass im Herzen: Wenn religiöse Fassaden Bosheit maskieren

Asunción: Die Unternehmerin und Moderatorin von Radio Farra, Yanina Argüello, wurde Opfer einer hasserfüllten Attacke in den sozialen Netzwerken. Eine Nutzerin namens Alejandra García, die angeblich in Formosa (Argentinien) lebt, griff sie dort massiv an.

„Ich weiß nicht, was du dir darauf einbildest, nur weil du in Dubai warst. Deine Vergangenheit als Schlampe lässt sich nicht auslöschen. Jeder weiß, dass du dich in Paraguay an Männer verkaufst, und niemand beneidet eine Hure“, schrieb die Nutzerin auf Facebook. Zum Abschluss setzte sie noch einen drauf und wünschte der Moderatorin das Schlimmste: „Warum stirbst du nicht einfach?“

Argüello teilte diesen Moment öffentlich und erklärte, dass sie normalerweise weder auf Beleidigungen noch auf Drohungen reagiere. Dieses Mal wolle sie jedoch die digitale Gewalt, der sie ausgesetzt war, sichtbar machen.

„Ich möchte das teilen, weil ich es weder normalisieren noch rechtfertigen will. Eine Person, die sich als ’Profi‘ bezeichnet und über Gott spricht, schreibt mir so etwas und wünscht mir den Tod. Ich antworte nicht mit Beleidigungen, sondern indem ich diese Gewalt öffentlich mache. Denn weder ein Titel noch der Glaube oder der Beruf berechtigen zu Misshandlungen“, schrieb sie auf ihrer Facebook-Seite.

Sie fügte hinzu: „Nicht jeder, der von Gott spricht, praktiziert auch Nächstenliebe. Hier ist der Hass als Glaube getarnt. Mit Gott scheint alles möglich zu sein – außer der Respekt vor dem Mitmenschen.“

Nach diesem wahnsinnigen Angriff erhielt das Opfer viel Zuspruch und Unterstützung von Menschen, die diese herabwürdigenden und beleidigenden Nachrichten ebenfalls verurteilen.

Wochenblatt / Cronica

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