Kein Blatt vor den Mund genommen

Asunción: Der liberale Senator Eduardo Nakayama gab auf seinem X-Account bekannt, dass er beschlossen hat, aus der Liberalen Partei (PLRA) auszutreten, weil sie “nicht mehr die Werte und Ideale der historischen und unzerstörbaren Liberalen Partei vertritt”. Er spricht von einer Einmischung der “Cartistas” in seiner Partei.

Senator Eduardo Nakayama gab seinen Entschluss bekannt, nach jahrzehntelanger Mitgliedschaft aus der PLRA auszutreten. Er erläuterte, dass die Authentische Radikale Liberale Partei von Leuten übernommen wurde, die Horacio Cartes unterstehen, und dass sie nicht mehr die Werte und Ideale der historischen Liberalen Partei vertritt.

“Ich habe die Entscheidung getroffen, aus der @PLRAOficial auszutreten; mit ehrenhaften Ausnahmen haben sich die Parteiführung und ein großer Teil der Abgeordneten Horacio Cartes ergeben und repräsentieren nicht mehr die Werte und Ideale der historischen und unzerstörbaren Liberalen Partei”, heißt es wörtlich in der Botschaft, die der liberaleSenator heute Nachmittag veröffentlichte.

Senator Nakayama misstraut plötzlichem Angebot, die PLRA-Schulden zu begleichen

Nakayama beschuldigt nicht nur die Parteiführung, die derzeit von Hugo Fleitas geleitet wird, “vor HC kapituliert zu haben”, er versichert auch, dass ein großer Teil der PLRA-Gesetzgeber dasselbe getan hat, so dass die politische Partei aufgehört hat, die Werte und Ideale der historischen Liberalen Partei zu vertreten.

Der Parlamentarier lässt offen, ob er zusammen mit anderen “Abtrünnigen” eine neue Partei mit liberaler Tendenzen gründen wird, was die PLRA gespalten zurücklassen würde, oder ob er sich einer anderen bestehenden Bewegung oder Partei anschließen wird.

Wochenblatt / X

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4 Kommentare zu “Kein Blatt vor den Mund genommen

  1. Das ist nur konsequent vom Herrn Nakayama, eines der ganz wenigen der sogenannten Politikern, die sich etwas hervorheben, noch ein bisschen Rückgrat haben und sich gegen die wachsende Autorität von HC wehren und diese Zustände anprangern.. Allerdings sollte er den Quatsch mit neuer Partei sein lassen, er sollte einfach zu Encuentro Nacional, mit Katya Gonzalez, wechseln.

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    1. Die Paraguayer haben ein angeborenes Problem: Sind alle gerne “Einzelspieler” und wollen im Rampenlicht stehen ohne Rücksicht auf die Mannschaft. Das ist im Fußball so und in allen anderen Mannschaftssportarten auch. Darum gibt es in Paraguay auch kaum Orchester und Gesangsvereine. Sie wollen sich einfach nicht einordnen und schon garnicht unterordnen. Typische Kultur der Indianer. Disziplin und Akzeptanz von Regeln sind ihnen ein Gräul. An diesen Charaktereingeschaften werden auch Parteineugründungen scheitern – jeder will der Präsident sein und seine Klappe aufreißen. Ausnahme die Colorados, sie werden seit zig Jahren von autoritären Personen geführt, finanziert, korrumpiert und wenn das alles nichts nützt gibt es eben auf den Deckel und das nicht zu knapp. Die Paraguayer wollen das offensichtlich so, man sehe sich nur die hiesigen Firman an. Der Firmeninhaber ist stets der “große Boß” und duldet keinen Widerspruch, während wir Deutsche, Österreicher und Schweizer da eher nachsichtigen und menschlichen Umgang miteinander in den Betrieben pflegen.

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  2. Der Mann hat wenigsten Ehre und Anstand, im Gegensatz zu seinen zahlreichen, opportunistischen und verräterischen Parteigenossen! Leider gibt es von solchen Vorbildern in der Politik viel zu wenige. Das ist eine Schande für die politische Kultur in Paraguay.

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  3. Sprüche 4 v 17 Denn sie essen gesetzlos erworbenes Brot und trinken gewaltsam erpreßten Wein

    @Eulenspiegel
    Ich sprach heute mit einem Lateinparaguayer und der gestand mir ein daß sie es darauf abgesehen hatten bei Firmen, vorrangig Weiße, anzuheuern als “Arbeiter” um dann nachher Entschädigungsgeld zu erpressen. Denn wenn man so gratis ein paar Monate leben konnte um zu arbeiten, dann wäre das doch eine angenehme Masche.
    Also, immer mehr Lateinparaguayer versuchen sich als Arbeiter unterzubringen um dann Probleme und Entlassung zu provozieren und mit einem Entschädigungsgeld wegzugehen um so ohne zu arbeiten einige Zeit zu verbringen.
    Das wurde mir expressis verbis gesagt daß das mit voller Absicht gemacht wird.
    Sie hätten “Rechte”, bedeutet das die Erpressung des Entschädigungsgeldes wird als “Recht” angesehen. Die Beamten beim Arbeitsministeriums wären alle ihre Kumpels meinte der. Klar ist solch ein geplanter Betrug mit Beamten als Komplizen gegen das Arbeitsgesetz. Aber es wird anders gehandhabt von der Justiz und Beamten.
    Da bleibt nichts anderes übrig als Arbeitsplätze abzuschaffen und Betriebe zu schließen.
    Heuern sie bloß keinen Lateinparaguayer an und denken sie nicht mal im Traum daran in Paraguay eine Firma zu gründen.
    Die Lateiner sehen sie als Weihnachtsgans an die es auszunehmen gilt wenn sie erst genug gemästet wurde. So sehen sie nicht nur die Firmen, Arbeitgeber an sondern auch die Ausländer.

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