Griechische Situation beeinflusst Paraguay

Für den Ökonom José Cantero wirkt sich das griechische Ungleichgewicht im Kontext einer globalisierenden Wirtschaft zwar nicht direkt auf Paraguay aus, es kommen aber andere Faktoren dazu. Vor allem die Preise am Finanzmarkt oder bei Waren sind betroffen, auch die Situation in China ist nicht vorteilhaft.

Was mit der griechischen Wirtschaft passiert ist jedoch alles andere als ein Einzelfall und würde sich auch auf die paraguayische Wirtschaft auswirken, laut Cantero vor allem auf die Einzelpreise.

„Die Wirtschaftspreise unterliegen drei Sektoren: Der Zinssatz bei Wertpapieren, der Wert des Geldes im Vergleich zu anderen Währungen und die Preise von Waren aufgrund der Rohstoffpreise“, sagte er.

Mit einer Abschwächung in Europa und einer besseren Positionierung der Vereinigten Staaten wird die Nachfrage nach amerikanische Titel steigen, was sich auf die eigene Wirtschaft und das Marktpotenzial niederschlägt in Form der Zinssätze. Schwellenländer wie Brasilien sind eng mit uns verbunden und spüren sofort die Auswirkungen dessen, was zum Beispiel gerade in China passiert.

„In Asien gibt es eine Schwächung der Aktienmärkte, es wird versucht durch Transaktionen den Finanzmarkt zu erhalten. Diese Anzeichen werden globale Auswirkungen haben. Paraguays Wirtschaft wuchs seit 2003 durch äußere Einflüsse, es lag an den hohen Rohstoffpreisen, die Zinssätze waren niedrig und die Importe günstig, dadurch haben wir eine niedrige Inflationsrate. Aber diese gutartigen Zusammenhänge sind heute nicht mehr gültig. Es gibt verschiedene Bedingungen und das was in Griechenland passiert ist nur eine Zutat zu der Entwicklung seit Anfang des Jahres“, erklärte Cantero.

Die finanziellen Probleme Griechenlands haben Auswirkungen auf die paraguayische Wirtschaft, weil die globalen Märkte eng miteinander verbunden sind. „Wir befinden uns alle in dem gleichen Block, in der gleichen Nachbarschaft“, sagte er.

Es ist zwar noch zu früh zu sagen, dass die Auswirkungen uns massiv treffen werden, dazu gibt es zu viele Szenarien und eine hohe Komplexität, aber es wird sicherlich auf dem internationalen Markt spürbar sein. „Es ist sehr schwierig, eine Massenpanik zu beruhigen und es gibt Szenarien, dass es soweit kommen könnte, aber die Situation ist neu“, betonte Cantero.

Schließlich fügte er an, selbst wenn die Bedingungen für Griechenland reif wären, den Euro zu verlassen, würde es seiner Meinung nach nicht passieren, denn die geopolitischen Risiken sind zu hoch und Europa werde das nicht zulassen.

Quelle: 5dias

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