Historische Strafe für Umweltvergehen

Der Tankstellenbetreiber Copetrol SA betreibt einen Hafen in der Stadt San Antonio südlich von Asunción am Rio Paraguay. Der Hafen wird zur Entladung von Treibstoff und zur Verladung von Getreide genutzt.

Beim Auspumpen einer Bootsfracht von Brennstoff vor einigen Wochen ereignete sich ein Unfall. Eine Fehlbedienung führte zum Auslaufen tausender Liter Benzin in einen Bach, der wenige Meter später in den Rio Paraguay fließt. Es gibt zwar eine Absperrmauer, diese war aber offenbar schlecht gewartet und funktionierte nicht.

Statt wie viele Unternehmen das Thema zu vertuschen und mit Schmiergeld zu lösen, meldete der Betreiber den Unfall unverzüglich an die Umweltbehörde SEAM. Diese tat ihre Arbeit und sperrte zunächst den Hafen und gab Auflagen für eine erneute Inbetriebnahme. Darüber hinaus wurde Copetrol eine Strafzahlung von einer Milliarde Guaranies auferlegt, die Summe wurde am Donnerstag beglichen.

Unabhängig davon untersucht die Staatsanwaltschaft für Umweltvergehen, ob es zu einem Strafverfahren kommt und das Umweltministerium analysiert die Richtlinien für den Betrieb von Hafenanlagen. Die Höhe der Strafe gilt als historisch und auch der offene Umgang der Verantwortlichen mit dem Thema, hierfür zollt die Redaktion Respekt.

Quelle: Última Hora

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