Asunción: Während der Januar in Paraguay normalerweise für drückende Sommerhitze bekannt ist, überraschte der heutige Montag mit untypisch milden, fast herbstlichen Temperaturen. Die automatischen Messstationen der Direktion für Meteorologie und Hydrologie (DMH-DINAC) verzeichneten in den frühen Morgenstunden Tiefstwerte, die deutlich unter den saisonalen Erwartungen lagen.
Frische Brise im Süden und Osten
Besonders im Departement Itapúa war die Abkühlung deutlich spürbar. Dort sanken die Temperaturen auf Werte zwischen 11 °C und 15,1 °C. Doch nicht nur der Süden war betroffen, auch im Osten des Landes registrierten die Meteorologen ähnliche Tiefstwerte: San Juan Nepomuceno: 11,5 °C, Minga Guazú: 11,6 °C, La Paloma: 12,3 °C.
Auch im Departement Central und rund um die Hauptstadt Asunción blieb es vergleichsweise kühl. Hier bewegten sich die Minima in einem Bereich zwischen 14 °C und 16,6 °C, was für einen Januarmorgen in dieser Region ein äußerst angenehmes, wenn auch ungewohntes Klima darstellt.
Ein Blick in die Geschichtsbücher: Werden Rekorde gebrochen?
Um die heutige Wetterlage einordnen zu können, lohnt sich ein Blick auf die historischen Extremwerte, die in verschiedenen Bereichen Paraguays an einem 5. Januar gemessen wurden:
In Encarnación lag der bisherige historische Tiefstwert bei 12,2 °C und stammte aus dem Jahr 1968. Am heutigen Morgen wurden dort jedoch Tiefstwerte von etwa 11,0 °C gemessen, was den alten Rekord deutlich unterbietet.
In Ciudad del Este (gemessen an der Referenzstation in Minga Guazú) lag der Rekordwert ebenfalls im Jahr 1968 bei 12,0 °C. Mit dem heutigen Messwert von ca. 11,6°C wurde auch dieser historische Wert knapp unterschritten.
In Asunción hielt bislang das Jahr 2009 den Rekord mit einem Tiefstwert von 15,6 °C. Die heutigen Messungen ergaben einen Wert von etwa 14,0°C, womit auch in der Hauptstadt ein neuer Tagesrekord aufgestellt wurde.
Wochenblatt / DMH / Beitragsbild Archiv















