Hitzewelle in Paraguay: Wenn die Sonne zur tödlichen Falle wird

Asunción: Das paraguayische Gesundheitsministerium warnt angesichts extremer Temperaturen vor den massiven Gesundheitsrisiken durch Hitze, insbesondere für Kinder und Senioren. Um lebensgefährliche Situationen zu vermeiden, wird die Bevölkerung dringend dazu aufgerufen, längere Aufenthalte in der prallen Sonne zu vermeiden.

Die unterschätzte Gefahr: Hitzeschlag und Sonnenstich

Eine übermäßige Sonnenexposition führt unweigerlich zu Dehydrierung und einer gefährlichen Überhitzung des Körpers. Die Experten unterscheiden dabei zwischen zwei schweren Zuständen:

-Der Hitzeschlag: Er äußert sich durch einen rasanten Anstieg der Körpertemperatur, gefolgt von Dehydrierung, Kopfschmerzen, Nervosität, Übelkeit und Erbrechen. Oft bemerken Betroffene selbst nicht, wie gefährlich ihre Lage bereits ist.

-Der Sonnenstich: Dieser ist gekennzeichnet durch hohes Fieber, extreme Schläfrigkeit und Krampfanfälle. In schweren Fällen kann ein Sonnenstich bis zum Koma führen. Zudem drohen schwere Hautverbrennungen.

Warnsignale des Körpers

Achten Sie auf folgende Symptome: intensiver Durst, Schwindel, Muskelschmerzen, verschwommenes Sehen, Verwirrtheit oder Desorientierung. Bei einem Hitzeschlag ist die Haut meist heiß, gerötet und trocken – Schweißbildung fehlt oft komplett. Gleichzeitig steigen Herzfrequenz und Atemfrequenz gefährlich an.

So schützen Sie sich richtig

Um das Risiko zu minimieren, empfiehlt das Ministerium:

-Viel Wasser trinken: Trinken Sie regelmäßig, auch wenn Sie kein Durstgefühl verspüren.

-Nicht in die Sonne: Meiden Sie die direkte Sonne zwischen 10:00 und 17:00 Uhr.

-Schutz für Vulnerable: Kinder und Senioren sollten sich ausschließlich an kühlen, schattigen Orten aufhalten.

-Schutz gegen UV-Strahlen: Nutzen Sie Sonnencreme mit mindestens LSF 50 (bei Kindern und Senioren LSF 60), tragen Sie helle, leichte Kleidung, Sonnenbrillen und Hüte.

Bei den ersten Anzeichen von Unwohlsein sollte umgehend ein Arzt aufgesucht werden. Das Ministerium warnt ausdrücklich vor Selbstmedikation, da nur eine rechtzeitige professionelle Behandlung schwere Komplikationen verhindern kann.

Wochenblatt / La Nación / Beitragsbild Archiv

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