Hochbahn scheint die beste Lösung für Asunción zu sein

Asunción: Die Notwendigkeit von fortschrittlichen Personenbeförderungsmitteln wird leider nicht von jedem anerkannt. Der eine stellt sich gegen alle Neue während der andere keinen Vorteil für sich dabei sieht. Am meisten jedoch kritisieren die Leute, darunter auch viele Politiker, die niemals einen Bus betreten haben oder wenn doch dann nur für eine Wahlkampagne.

Eine elektrische Hochbahn, so wie sie im Konstruktionsprozess in Quito, Ecuador, ist wäre praktisch durchführbar und trotz Kostenerhöhung immer noch machbar. Diese Bahn kostet 12 Millionen pro Kilometer.

Da für Asunción keine derartigen Studien vorliegen, kann man sich nur Quito als Beispiel hernehmen, wo eine Strecke von 24 km Länge mit 16 Haltestellen 276 Millionen US-Dollar kostet, was im Durschnitt 12 Millionen der gleichen Währung sind.

Die Vorteile der eingleisigen Hochbahn liegen auf der Hand, dank elektrischem Antrieb und einem Überschuss an Energie im Land wäre dies die umweltfreundlichste Alternative. Des Weiteren muss nicht die ganze Straßenführung verändert werden, da die Hochbahn nur Stützpfeiler braucht. Zuletzt darf man nicht vergessen, dass diese Transportvariante dank des einen Gleises wohl mit Abstand die sicherste von allen sein dürfte.

Bleibt abzuwarten ob sich das Ministerium für öffentliche Bauten diesen Vorschlag ansieht und eventuell befürwortet, da der Kredit zur Finanzierung des Metrobus nach wie vor bestehen bleibt und die Anzahlung von 5 Millionen derweil nicht zurück gezahlt werden muss.

Für die Implementierung dieses Systems kommt nur die Avenida Eusebio Ayala in Frage, so wie auch für den Metrobus geplant.

(Wochenblatt / Abc)

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12 Kommentare zu “Hochbahn scheint die beste Lösung für Asunción zu sein

  1. Das Konzept erinnert sehr an das von Siemens gebaute Trans Rapid Projekt. Für die Bundesrepublik war es seinerzeit zu teuer, es existiert nur eine Teststrecke. In China dagegen laufen diese High Tec Bahnen. Wenn sich das in Asuncion, zu diesem unglaublich günstigen Preis, realisieren lassen würde, wäre das ein Meilenstein für den Verkehrsfluß und die Stadtplanung! Hoffen wir das Beste!!

  2. Eine Hochbahn wäre super und ist die Luxusvariante. Würde den Verkehr auf der Ayala sicherlich stark entlasten. Eigentlich müssten die Drecksschleudern oben fahren und die umweltschonenden Bahnen unten, dann wäre auch die Luft unten sauberer, aber das geht wohl kaum.
    Also wirklich toll wenn sich diese Luxusvariante realisieren und finanzieren lässt. Daran glaube ich allerdings nicht. Ich bin immer noch der Meinung dass die Hochbahn teurer kommt als normalen Elektrobus.
    Wenn man aber in die Zukunft schaut, so nehme ich an, dass der Autoverkehr auf der Ayolas zunehmen wird, da sich immer mehr Menschen ein Fahrzeug leisten. Mit einer Hochbahn würde Kapazität für die Zukunft geschaffen. Bin dennoch skeptisch was die Bussfahrerlobby und die Finanzen dazu sagen.

  3. es ist schön zu lesen, dass sich Paraguay wohl doch auf praktische Lösungen einschiesst? Paraguay hat doch massig Strom, da wäre es sicher sinnvoll, grössere Strecken über Land wieder mit einer Eisenbahn zu versehen, besonders wenn diese elektrisch wäre? Weg von der Strasse, weg vom importierten Diesel, und auch Entlastung der momentanen Situation des Containerverkehrs auf dem Fluss! Überschüsse aus der Stromproduktion direkt in Lösungen zu Verkehrsproblemen zu stecken wäre sehr sinnvoll, da diese Gelder im Lande verbleiben. Dies würde auch höhere Anfangsinvestitionen rechtfertigen, ganz zu schweigen von der Schaffung von dringend benötigten Arbeitsplätzen, beim Bau und auch nachher beim Betrieb. Sowas würde ich als Politiker auf meine Fahnen heften!!!

  4. Alles nur ein schöner Traum ? Eine eingleisige Strecke würde Sinn machen, wenn es sich um einen Rundkurs handeln würde. Ansonsten wird man über kurz oder lang vom Frontalzusammenstoß zweier Züge lesen können. Könnte man ausschließen, wenn nur ein einziger Zug eingesetzt wird. Wenn ich das richtig verstanden habe, existiert die mit 17 Mill. US-Dollar sehr kostengünstige Bahn von Quito nur als Projektstudie. Wenn sie dann mal wirklich gebaut wird, werden, wie oft bei öffentlichen Baumassnahmen, die Kosten auf wundersame Weise größer werden, je weiter der Bau vorankommt. Realistischer wäre es, die Kosten fertiggestellter Bahnen als Kalkulationsbasis nehmen. Da liegt wohl die untere Grenze bei 50 Mill. US-Dollar je Kilometer. Summa summarum würde das auf eine Investition von einer Milliarde US-Dollar hinauslaufen. Internationale Geldgeber wird es dafür nicht geben, da diese heutzutage einen Eigen-Investitions-Anteil von 50% zur Voraussetzung für solch einen Kredit machen. Da es in Paraguay keinen nennenswerten Kapitalmarkt gibt, könnte die Regierung nur auf Haushaltsmittel zurückgreifen.500 Mill. US-Dollar übesteigen die Möglichkeiten aber um ein Vielfaches! Also, ähnlich wie die Eisenbahnprojekte, nichts als ein schöner Traum !

  5. Die ganzen Varianten sind viel zu teuer. Man muss auf Alternativen zurück kommmen. Alle Autos die nach Asuncion hinein wollen, sollten an der Madame Lynch Strassenmaut bezahlen müssen. Mit diesem Geld könnte dann eines Tages, wenn überhaupt noch nötig, eine Hochbahn gebaut werden. Die Maut sollte mindestens Gs. 20.000,- betragen. Der Verkehr würde sich vermindern, die Busse kommen schneller voran und die Leute kommen eher ans Ziel.

  6. Aber eine Maut würde die Güter verteuern, denn schlussendlich bezahlt dies der Konsument.
    Dennoch würde eine kleine Maut, so um die 2.000 Gs dazu dienen, dass ein wenig zusätzliches Geld für die Finanzierung hereinkommt. Wird die Infrastuktur dadurch attraktiver wird sich der Handel und der Konsument nicht daran stören.
    Eine Rundstrecke das wäre die Idee. Man könnte dann später immer noch Abzweiger einbauen um weitere Gebiete mit der Hochbahn zu erschliessen. Aber erst einmal eine Rundstrecke Ayolas-San Lorenzo-Lopez wäre keine schlechte Lösung wie ich finde, denn man müsste nur eine Spur Hochtrasse bauen.

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