Iglu als erschwingliche Unterkunft

Das Iglu, ein Baumerkmal in sehr kalten Ländern, prägt nun auch das Bild tropischen Regionen. Eisblöcke werden dabei durch Ziegel aus gebranntem Ton ersetzt.

Das Modell entwickelte die Gruppe “Healthy Homes Paraguay“ aus Encarnación, Departement Itapúa. Das Gebäude kann in nur 15 Tagen errichtet werden und kostet 250.000 Guaranies pro Quadratmeter. Ein Musteriglu befindet sich in der Stadt Mboí Ka’e bei Encarnación und kann dort besichtigt werden.

Jorge Farias, ein Architekt des Bauunternehmens erklärte, dass diese Art von Wohnunterkünften schon vor sechs Jahren in den Städten Caacupé und Itacurubí erstellt wurden, weitere werden in den nächsten Wochen in Villarrica, Bezirk Guairá, errichtet.

„Es ist eine einfache und kostengünstige Konstruktion, sie schützt vor extremen Winden und großer Hitze. Mit einem guten Putz und einer hellen Außenfarbe wird die Wärme im Innenraum reduziert“, erklärte Farias. „Die Auswirkungen der Sonneneinstrahlung sind weniger intensiv als bei herkömmlichen Häusern“, fügte er weiter an.

Die Grundrisse können individuell geplant werden, je nach den Kundenwünschen, manche brauchen weniger Fläche, andere mehr aufgrund vieler Familienmitglieder. Sicherlich sind diese Iglus neu und noch nicht weit verbreitet im Land, aber eine kostengünstige Alternative.

„In Bezug auf den Klimawandel ist dies aber eine sehr gute Option, die Iglus sind nicht schwierig zu bauen, auch die Fachkräfte können leicht und schnell eingewiesen werden“, sagte Farias und lud interessierte Bürger zu einem Besuch des Musterbauwerkes ein.

Quelle: Ultima Hora

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14 Kommentare zu “Iglu als erschwingliche Unterkunft

  1. Gefaellt mir gut, auch wenn es nicht jedermanns Geschmack ist. Vor allem spart man sich das doch sehr teure Bauholz.
    Ideal fuer Leute die oft mal Uebernachtungsgaeste haben und Platz auf dem Grundstueck. Kínder sind doch ganz scharf auf sowas.
    Haette eine Verwendung bei mir fuer einen anderen Zweck, muss mir mal so ein Ding ansehen.

  2. Was soll an diesem „Iglu“ so toll sein? Ringsum gebaut mit Hohlziegelsteinen, anstatt mit herkömmlichem Dach. Bei den hiesigen „Baufachleuten“ ein großes Risiko, daß einem irgendwann die Steine „um die Ohren fliegen“ Außerdem total ungeeignet bei großer Sonenneinwirkung. Die Ziegelsteine laden sich mit Hitze auf und speichern diese tagelang. Im inneren Temperaturen bei Tag und Nacht wie im Backofen. Beim ersten Anblick dachte ich auch gleich an einen überdimensionalen Orno.Ein echter Schildbürgerstreich!

  3. Jeder, der selbst einen Tatacua hat, wird wissen, wie dieser sich allein durch Sonneneinstrahung aufheizt, welch hohe Temperaturen im Inneren herrschen und die Hitze sehr gut gespeichert wird.
    Wie kann man nur solchen Unsinn verzapfen – aber wir sind ja in Paraguay und da geht ja alles.
    Die Idee an sich ist super, wenn es so gemacht wird wie bei der ständigen Werbung im Wochenblatt. Das ist Qualität und die Dächer sind begrünt.

    1. Zitat:
      Mit einem guten Putz und einer hellen Außenfarbe wird die Wärme im Innenraum reduziert.
      Wenn man dann auch noch Bäume im Umfeld hat geht garnichts mehr schief.
      Ein Tataqua heizt sich in der Sonne normalerweise NICHT auf, weil er aus Lehm gemauert unter einem Dach steht.
      Innen wird der Tataqua so heiß weil das Feuer (keine Glut) ihn aufheizen.

      Ausserdem hat der Tataqua ene Schicht aus Kuhmist und Sand als Isolation -zum einen schützt das die Temperaturen innen und ausserdem würde es die Sonneneinstrahlunabhalten.

      JEDER, der wirklich einen Tataqua hat, und nicht nur davon redet, weiß das.

      1. Puh – Angeber! Hast dir einen noblen Edeltatacua bauen lassen und jetzt rummotzen.
        Ich habe einen, wie ihn 95% der Bevölkerung hat, nichts mit Kuhmist und Sanddämmung, einen aus einfachen Ladrillos und mit roter Erde gemauert. Auch wenn der ein Dach hat, so steht am Morgen und am Abend die Sonne drauf, weil sie ja nicht senkrecht steht – und da ist es heiß im Tatacua. Und das was im Artikel beschrieben worden ist, ist ohne jegliche Dämmung. Wenn du den Wohntatacua also noch richtig dämmen und verputzen willst – dann kannst du auch ein normales Haus bauen. Hier im Artikel ging es um „kostengünstige“ Bauten für die Armen, nicht um Nobelhütten für die Ausländer.

  4. Also, ein bißchen verstehe ich was vom Bauen. Eine solche Iglu- Bauweise, wie beschrieben, ist totaler Unfug. Da kann im Sommer kein Mensch wegen der aufgestauten Hitze drin leben. Etwas anderes wäre es, wenn die Dacheindeckung mit Gras erfolgt. Entweder darunter eine Holzkonstruktion oder das Grasdach direkt auf die Ziegelsteine. Ein solches Grasdach ist bei guter Ausführung dicht und hält ca. 10 Jahre. Das Innenklima ist hervorragend. Aber das Grasdach sollte jährlich mindestens 2x gegen Insektenbefall behandelt werden! Die runde Iglu-Bauweise schafft im Innenraum Probleme bei der Möbelaufstellung, da Möbel meist rechteckig sind. Rundhäuser bzw. Iglu-Häuser werden meist in Afrika aus Lehm und Kuhmist erstellt, dann allerdings nur bei der armen Landbevölkerung. Die Kosteneinsparung eines Iglu-Hauses gegenüber einer herkömmlichen Bauweise, wird nicht sehr gravierend sein. Ein Außenputz ist unbedingt erforderlich oder zumindest 2x jährlich ein Anstrich mit Silikon. Sonst saugen sich die Ziegelsteine mit Feuchtigkeit auf und das Gemäuer beginnt bald zu schimmeln. Ich bleibe dabei, eine Schnapsidee aus Schilda.

  5. Also ich kann euch versichern das ein Tatakua Haus nicht heiss ist sondern ganz im gegenteil eher angenehn.
    Habe selbst do eines gebaut und bereue es definitiv nicht , und es ist viel Günstiger als ein normales Haus .
    Jeder der intresse hat braucht doch nur etwas zu Googeln (Casa Domo zb. ) und findet zig Seiten wo alle vor und nachteile aufgelistet sind….

    1. Na toll – es streitet doch gar keiner ab, dass Iglohäuser gut sein können, auch gut gegen die Hitze schützen. Aber dies sind doch nicht diese Einfachiglus, von denen im Artikel die Rede ist. Hier geht es um „erschwingliche Unterkünfte“ – für nichtwohlhabende Paraguayer. Man kann doch nicht Äpfel mit Birnen vergleichen.

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