Immer mehr Personen kommen durch Ertrinken zu Tode: Flüsse sind keine Schwimmbäder

Asunción: Der Generalpräfekt der paraguayischen Marine, Lucio Benítez, forderte die Bürger auf, angesichts der Zunahme von Opfern durch Ertrinken die Flüsse nicht als Schwimmbäder zu betrachten. Er betonte weiter, dass man Liegenschaften der Kommune und den von der Mades ermöglichten Standorte nutzen solle.

„Von der paraguayischen Marine haben wir der Öffentlichkeit Empfehlungen gegeben, aber leider sind die Bürger sich der Gefahr nicht bewusst, wenn sie zu den Flüssen zu gehen, als wären sie ein Schwimmbad“, sagte der Präfekt in einem Interview mit dem Radiosender 1020 AM.

Er erwähnte, dass die Menschen unter Berücksichtigung der im Land registrierten hohen Temperaturen Orte aufsuchen sollten, die von den Kommunen oder dem Ministerium für Umwelt und nachhaltige Entwicklung (Mades) genehmigt wurden, um das Ertrinkungsrisiko zu verringern.

„Wir empfehlen den Menschen, die Flüsse zu respektieren und nicht zu betreten, da dies eine Gefahr darstellt. Sie denken, sie seien Strände, ohne die Gefahr einzuschätzen. Unsere Taucher gehen mit der ganzen Ausrüstung auf den Grund und kommen nur schwer wieder heraus“, fügte Benítez hinzu.

Der Präfekt wies darauf hin, dass am vergangenen Wochenende zwei neue Fälle von Ertrinken gemeldet wurden und im Dezember letzten Jahres 15 Fälle in verschiedenen Teilen des Landes aufgetreten seien. Er betonte angesichts dieser Situation, wie wichtig es sei, nur solche Liegenschaften aufzusuchen, die zugelassen und auch durch Rettungsschwimmer oder Bademeister bewacht seien.

Wochenblatt / ADN Paraguayo / Beitragsbild Archiv

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7 Kommentare zu “Immer mehr Personen kommen durch Ertrinken zu Tode: Flüsse sind keine Schwimmbäder

    1. Naja, in der Schule könnens nicht schwimmen lernen, weil da habens in den drei Stunden fast täglich 7 bis 11 Uhr Schul auch nur Weltsprache Guarani, Baile, Parada, Partido und Mathematik 3. Aber die Schulen sind ja hierzulande vor allem da, um die Kinder zu sozialisieren. Der Rest übernimmt dann Mama und Papa. Und ich denke, vor allem Papa – wenn auch er nicht schwimmen kann – gibt sich größte Mühe, seinen Fosforitos das Schwimmen beizubringen: Wirft volle Billigpolarbierbücks in den Fluss: “Guckst du, geht unter, reine Verschwendung von Plata. Dat musst du so machen: ” säuft von nun an die Billigpolarbierbücksen leer, bevor er sie in den Fluss wirft.

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  1. Da kannst selbst als Europäer ins Sauerstoffmangel geraten, wenn in einem Fluss baden gehst (weil guckst du Strömung). Okay, wenn natürlich so potente bist und vor deinen Kleinkindern ganze Billigpolarbierbücksenpacks ganz alleine aussafi kannst, kannst es natürlich auch versuchen, stärker als der Fluss zu sein. Sonst fährst nach Encarnacion, dort ist der Fluss schön breit und an den erlaubten Stellen gefahrlos zu baden.

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  2. Schwimmer lernen wäre natürlich optimal.
    Nur wo?
    Im aufblasbaren Kinderplantschbecken mit 30 cm Wasserhöhe?
    Im Balneario, wo der Bach gerade mal so viel Wasser führt, daß die Knöchel nass werden?
    .
    Aber daß die Nichtschwimmer immer wieder ins tiefe Wasser von Flüssen steigen müssen, verstehe ich wirklich nicht.

    1. Teju, ist einfach, Alkohol, Drogen, süße Mädels, Ich bin Pyler, ich kann alles. Mehr kann man eigendlich nicht dazu sagen. OK, werden jetzt einige sagen, in der Ost- oder Nordsee, saufen auch erfahrene Schwimmer ab. Richtig, dabei spielt eben auch die Selbstüberschätzung eine große Rolle. Was mich eigendlich iritiert, das hier viele Berufsfischer weder schwimmen können, noch Sicherheitsvorkehrungen treffen, wie Schwimmweste usw.

  3. Das so wenig Leute in Paraguay schwimmen können, liegt einfach daran, dass es in der Schule nicht gelehrt wird. Das könnte man ruhig mal einführen, anstatt Tanzen und Trommeln und in Zukunft gar irgendwelche Gender-Ideologien. Problem ist natürlich, dass die Anzahl von Pools und Schwimmhallen sehr gering sind, selbst in Asuncion gibt es bestimmt nicht genug, selbst wenn man Clubs wie dem Club Aleman verpflichten würde, Schulen den Poolbereich zur Verfügung zu stellen. Und im Landesinneren brauchen wir erst gar nicht anzufangen.

  4. @GammaRay
    wie soll die Schule den Kindern das Schwimmen beibringen?
    Keine Schule hat ein Schwimmbecken.
    Ich bin im Ausland auf die Schule gegangen. Auch dort lehrte die Schule das Schwimmen nicht.
    Das lernte ich selber in einem Freibad.
    Die Schulen leisten hier tatsächlich nicht viel. Aber ihnen anzulasten, daß die Kinder nicht schwimmen können, ist dann doch ein wenig überzogen.

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