In aller Öffentlichkeit: Minderjähriger schon früh am Morgen betrunken

Horqueta: Schon um 08:15 Uhr am Morgen tranken zwei junge Männer, einer davon minderjährig und betrunken, Bier in aller Öffentlichkeit an einem Getränkemarkt, direkt an der Fernstraße V.

Der Vorfall ereignete sich am letzten Wochenende an der Ecke Hermano Marista José Luis Arbués in Horqueta.

Einige Passanten, die auch die Szene sahen, waren überrascht, was die Jugendlichen zum “Frühstück“ einnahmen, wie es um 08:00 Uhr auf dem Bürgersteig eines Getränkemarkts selten zu sehen war.

Behörden, wie die Nationalpolizei und sogar die politische Verwaltung der Stadt, sehen diese Situation täglich auf den Straßen und unternehmen aber nichts dagegen.

Der frühere Direktor des Bezirkskrankenhauses aus Horqueta und Eigentümer der San Pablo Klinik, Dr. Pablo Alfredo Santacruz, klagte darüber, dass es etwas völlig Verbotenes sei und nicht passieren dürfe, dass Kinder morgens Bier trinken.

Er wies darauf hin, dass es leider Realität sei, dass der Konsum von Alkohol und anderen stärkeren Drogen sehr früh beginne, weil sich dieselbe Gesellschaft verändert und sehr tolerant geworden sei.

Santacruz gab den Eltern die Schuld, weil sie ihre Aufsicht und Erziehung vernachlässigen. „Am Wochenende sollten Teenager Sport treiben oder Bücher lesen, aber kein Bier trinken in einer Kneipe trinken“, kritisierte er. Er fügte hinzu, dass die Eltern Schuld daran seine, dass ihre Kinder schon zu Hause auf legale Weise Alkohol trinken.

Auf der anderen Seite betonte Santacruz, dass an Wochenenden, bei Tag und Nacht, Hunderte von Jugendlichen auf den Straßen und ihren Motorrädern oder in Autos Bierdosen in der Hand hätten und das strafbar sei.

Er forderte die Eltern auf, ihre Kinder zu kontrollieren. Wenn das nicht der Fall sei, sollten sie wegen Verletzung der Sorgfaltspflicht bestraft werden. Er fügte hinzu, dass Familien und die Gesellschaft alle notwendige Schritte unternehmen müssen, um das schlechte moralische Verhalten vieler Jugendliche endlich zu ändern.

Wochenblatt / ABC Color

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6 Kommentare zu “In aller Öffentlichkeit: Minderjähriger schon früh am Morgen betrunken

  1. Wieder ein typischer Fall, warum das hierzulande so ist, obwohl es Gesetz ist Jugendlichen keinen Alkohol auszuschenken: Es kontrolliert niemand seitens Behörden, dafür können sie aber alle Missstände im Lande aufzählen. Und kontrollieren oder unternehmen immer noch nichts dagegen. Und das bei 10x mehr Staatsangestellten auf der Lohnliste als die Schweiz. Aber der Paragau ist ja auch flächenmäßig 10x größer als die Schweiz, da können 10x mehr Staatsangestellte auch 10x weniger leisten. Ist doch logisch man! Wär wirklich ein schönes Land mit viel Freiheiten, wenn der Freiheiten nicht ein wenig zu viel wär.

  2. Die Sitten in Paraguay sind vielfach verroht, wie sollte es auch anders sein, wenn Erziehung keine Rolle spielt. Wenn Papa es vormacht, macht es der Junior einfach nach oder man passt sich den Nachbarn an, wenn es keine Vaterfigur in der Familie gibt. Das in Kombination mit Armut und Perspektivlosigkeit und entwickelt sich eine Abgestumpfheit bzw. Gleichgültigkeit und keinerlei Achtung vor Gesetz oder Mitmenschen. Diese Jungs auf dem Foto haben sicher auch keinerlei moralische Skrupel, illegale Tätigkeiten auszuüben, solange sie ein gutes „Honorar“ dafür zu bekommen.
    Und wenn sich die Hormone bemerkbar machen, wird das Nachbarsmädchen, die Nichte oder die eigene Stieftochter vergewaltigt, na und?

    Paraguay hat eine kranke Gesellschaft, es wird Generationen dauern das zu korrigieren, wenn überhaupt. Eigentlich kann nur ein eisenharter Diktator, der Disziplin durchsetzt, etwas bewegen.

    1. Ein Paraguayer hat mir erklärt, dass die PY-Schule da ist „para socializarse“, also um den sozialen Umgang mit ihren Mitmenschen zu üben. Damit gehe ich natürlich einer Meinung, denn was ich sehe, ist, dass sich niemand stört, wenn der Nachbar Müll verbrennt oder den Schwudi Iglesias auf 120 dB hört, alle von Kleinkind auf geeicht sich darüber zu stören, dass der Alemam de M. nicht seinen Müll verbrennt und um 4 Uhr den Schwudi Iglesias auf 120 dB hört und das Gehör seiner Kinder schon ab Säuglingsalter zerstört.
      Er erklärte mir, dass die gute Erziehung der Buen Educados hauptsächlich von innerhalb der Familie stammt, was nicht nur vieles erklärt, sondern ich auch ganz ohne Erklärung schon darauf gekommen bin. Ich hab seit längerem die Vermutung, dass hinter Molestar, Joder y Mentir (stören, lügen und betrügen) sowas dahinter steckt, doch mal ehrlich, kann man Jugendlichen dafür böse sein, dass sie genau das tun, was sie von Papi und Mami mit auf ihren Weg bekommen haben und ihn einer leichten Mutation unterzogen wieder ihrem Nachwuchs weitergeben?
      So gesehen tute ich auch nur das, was ich von meinem Vater und meiner Mutter mitbekommen habe und das ist Müllgebühren zu bezahlen und Musik im Haus zu hören, damit ich niemanden störe, der MEINE Geruchs- und Schallwellenauscheidungen nicht riechen noch hören möchte.
      Demnach kann ich auch nichts dafür, nicht schon wie manch Deutsch-Kind, das vor Jahren mit Papa und Mama nach PY abhauen musste, heute als Erwachsener nichts anderes kennt als diesen Moloch und sich ab solchen Kommentaren aufregt: geeicht und integriert im Molestar, Joder und Mentir.

  3. Das ist doch normal, dass die Jugend den Alkohol brodieren.
    In Paraguay ist es ab dem 20. Lebensjahr erlaubt.
    In Europa ab 16. Jahren, Bier und Wein, ab 18, Starke Getränke erlaubt.
    Mir hat ein Deutscher erzählt, dass früher in den Bars nur Ältere Kundschaft war, Heute müssen die den Jugendlichen Platz machen.

  4. Nun erstmal stellt sich doch die Frage, wie kann der Junge sich das leisten? Dachte die Leute wären so arm?

  5. Bier zum Frühstück haben die sich sicher bei ihrem deutschen Arbeitgeber abgeschaut. Tolle Sache, früher durfte man nur abends im Dunkeln saufen und hat dann nicht mehr nach Hause gefunden. Von daher bin ich für Gleitzeit.

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