In anderen Ländern wäre das politischer Selbstmord

Asunción: Immer wieder soll man Rücksicht auf Cartes-Politiker nehmen, die sich unglücklich ausdrücken, doch irgendwann reißt mal die Geduldsleine. Bei Dionisio Amarilla (PLRA), der offen Cartes unterstützt, ist es Zeit zu überlegen, wie man ihn im Zaum halten kann.

Am heutigen Samstag wurde eine Nachricht einer WhatsApp-Gruppe veröffentlicht, die Senator Dionisio Amarilla geschrieben hat. Darin spricht er sich offen für Vetternwirtschaft aus und sagt sogar, dass “es notwendig ist, diese Parteigenossen mit Hugo Fleitas in einem Raum zu versammeln und eine Bombe auf Sie zu werfen. Der Vorsitzende der Partei bestätigte seinerseits den Wahrheitsgehalt der Nachricht.

Heute wurde eine Nachricht des ehemaligen Abgeordneten und jetzigen Senators Dionisio Amarilla in einer WhatsApp-Gruppe mit dem Titel “Directorio Purete” veröffentlicht, in dem der Liberale auf ein Dokument mit mehreren Unterschriften antwortet, in dem er Folgendes behauptet: “Wie schlecht wir sind. Als wir an der Macht waren, haben wir unsere Frauen in Konsulate und Wasserkraftwerken untergebracht und jetzt zerreißen wir unsere Kleider Sie können zur Hölle fahren mit denen, die sich jetzt mit einer Moral aufspielen, die ekelerregend voller Heuchelei ist. Man sollte diese Mitunterzeichner zusammen mit Hugo Fleitas in einen Raum sperren und eine Bombe auf sie werfen, können wir uns von den Presselakaien ausruhen”, schrieb der ungezähmte Cartes-Lakaie.

Erfüllte hinzu: “Bei diesem Tempo wird bald ein mutiger Mann wie der in der Ukraine auftauchen und die Sache auf seine Weise in Ordnung bringen”, was eine Anspielung auf den Fall eines ukrainischen Ratsmitglieds sein könnte, das Granaten auf eine Gemeindeversammlung geworfen und mehr als 25 Menschen verletzt hat.

Parteipräsident Hugo Fleitas bestätigte den Wahrheitsgehalt der Nachricht und sagte, dass die Nummer dem Senator Dionisio Amarilla gehört.

“Es war gestern als Antwort auf eine Nachricht, die von einem anderen Mitglied des Verwaltungsrates über die Position gegen Vetternwirtschaft geschickt wurde. Das ist etwas, das nicht stimmt; es ist eine Drohung, aber sie hat keine Bedeutung, weil wir fest auf der Linie bleiben werden, die die Opposition beschlossen hat und nicht mit den Senatoren, die der Regierung zu Fuße liegen”, sagte er.

In Bezug auf die Einreichung einer Anzeige über diese “Drohung” beschränkte sich Fleitas auf die Aussage, dass er den Fall zunächst mit den Rechtsberatern der Partei bewerten werde, obwohl er darauf bestand, dass Amarilla aus der PLRA ausgeschlossen werden sollte.

Wochenblatt / Abc Color

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3 Kommentare zu “In anderen Ländern wäre das politischer Selbstmord

  1. DerEulenspiegel

    Mit solchen Parteibonzen in der Opposition (der Typ ist ja kein Einzelfall in der PLRA) ist klar, daß diese Opposition zu nichts zu gebrauchen war und ist. Gekaufte “Jünglinge” ohne Anstand und Moral. Wenn ein solches perverses Verhalten nicht zu sofortigen Reaktionen führen sollte, wie umgehenden Hinauswurf aus der PLRA, sofortiger Hinauswurf aus dem Senat, umgehende Ermittlungen der Staatsanwaltschaft – dann sehe ich für Paraguay schwarz. In all den über 20 Jahren in welchen ich in Paraguay nun schon lebe, so etwas gab es in dieser Zeit nie! Aber wie sagten die Cartes-Jünger doch: ES WIRD ALLES BESSER WERDEN!

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  2. Mich wundern die Cartes-Lakaien überhaupt nicht mehr. Das sind arrogante, dumme und proletenhafte Verbrecher und auch garantiert tief im Narcogeschäft drin. Muss ein echtes Vergnügen sein mit solchen Leuten zusammenzuarbeiten.
    Wäre die Telefonnummer nicht der Beweis, würde dieser Typ erstmal alles von sich abweisen.
    So wird er sagen, wie Kollege Esgaib, dass er das nicht so gemeint hat, niemanden beleidigen wollte und er ein ehrenhafter Mensch ist. Mit geknirschten Zähnen kommt dann vielleicht auch eine nicht ernstgemeinte Entschuldigung.
    Aber Rücktritt? Näääää, nur wenn der Boss es sagt, dann ja.

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  3. Sind denn die Politiker in anderen Ländern anders?
    Ganz sicher nicht!
    Man nehme nur die deuteschen Politiker als Beispiel!
    Die beschimpften, verhöhnen und bedrohen das Volk und finden das normal.
    Da sollen dann Impfverweigerer ohne ärztliche Hilfe verrecken und vom sozialen Leben ausgeschlossen werden.
    Politiker der Opposition werden von den Antifanten ins Coma geprügelt und die etablierten Parteien klatschen Beifall.
    Aber wenn ein Habeck daran gehindert wird, von der Fähre zu kommen, dann ist natürlich sofort eine rote Linie überschritten worden, blablabla………
    Über die Politiker hier brauche ich ja wohl nichts zu schreiben.#
    Käme da die Oppostition an die Macht, würde sich nichts, aber auch gar nichts ändern!
    Oh, Moment mal, doch.
    Dann würden DIE ihre Verwandtschaft in Staatsämtern unterbringen.

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