Innenminister Carlos Filizzola kaufte Geländewagen weitaus teurer ein als sein Vorgänger

Asunción: Im Jahr 2010 kaufte der damalige Innenminister und Cousin des jetzigen, Rafael Filizzola 150 Geländewagen Isuzu D-Max 4×4 für 136 Millionen Guaranies pro Fahrzeug. Ein Jahr später unter der Administration von Carlos Filizzola kostete das gleiche Fahrzeug 200 Millionen Guaranies, ein Drittel mehr.

Das Innenministerium unter der Leitung von Carlos Filizzola, kaufte im Dezember des Vorjahres 245 Geländewagen Isuzu D-Max 4×2 (180 Mio. Gs.) und 4×4 (200 Mio. Gs.). Der Preisunterschied trotz der größeren Menge lag bei 64 Millionen pro Fahrzeug.

Bei beiden Ausschreibungen war der Repräsentant von Isuzu, Automotor S.A., immer der Gewinner. Im Jahr 2010 gab es zwei Anbieter und letztes Jahr nur einen.

Die Firma Automotor S.A. bietet derzeit den Isuzu D-Max 4×4 Neuwagen für 41.400 US-Dollar an, was bei aktuellem Umrechnungskurs 178.848.000 Guaranies entspricht.

Die 4×2 Variante des Isuzu D-Max kostet neu 37.000 US-Dollar was 159.840.000 Guaranies entspricht.

Techniker der Kontrollstelle für nationale Verträge (DNCP) erklärten, dass die Ausschreibung mit der Absicht gemacht wird, den günstigsten Preis bei gleichem Leistungsumfang zu bekommen. In diesem Fall, wenn sich nur ein Unternehmen zur Ausschreibung präsentiert, muss die Ausschreibung abgebrochen werden. Wenn der Preis über dem normalen Marktpreis ist, muss die staatliche Stelle die Ausschreibung abbrechen und zu einer neuen rufen.

Laut den Informationen der Tageszeitung Última Hora, sind die Fahrzeuge aus der letzten Bestellung noch nicht ausgegeben wurden.

Der dadurch entstandene Schaden für die Staatskasse liegt schätzungsweise bei 5.390.000.000 Guaranies bzw. rund 1 Million Euro.

(Wochenblatt / Última Hora / Foto: Isuzu)

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5 Kommentare zu “Innenminister Carlos Filizzola kaufte Geländewagen weitaus teurer ein als sein Vorgänger

  1. Da stellt sich doch die Frage ob der Konkurent ohne leistung einen Teil der „Beute“ bekam und der innenminister den Rest. Bei 1 Million Euro Differenz gibt es doch viel zu verteilen.

  2. Daran ist bestimmt nur der Wechselkurs schuld. Die rechnen halt noch mit 1 US$ zu 5000 Gs. Und dann hätten sie ja sogar noch einen Rabatt bekommen. So funktioniert der Einkauf von Staatsgütern in Paraguay.

  3. Seien wir froh, dass es so ist. Wer sollte sonst die ganzen Estancias und Ländereien kaufen, die feil geboten werden.

  4. naja stimmt schon…teilweise , aber…,Alles wird weltweit teurer und —hier auch.zudem kommt ,dass py nun auch in den genuss der freien marktwirtschaft angekommen ist.