Itaipú wird wie eine “Zitrone ausgequetscht“

Hernandarias: Das binationale Wasserkraftwerk Itaipú wird bis zum Anschlag zur Energieausbeute genutzt. Das führt zu Folgeschäden. Verantwortlich dafür sind die Brasilianer.

Das Niveau im Stausee fällt. Es liegt aktuell bei 219,15 Meter über dem Meeresspiegel (m ü. M.), der normale Pegel liegt bei 220 m ü. M.

Ingenieur Axel Benitez erklärte, die Brasilianer würden aus Bequemlichkeit und einer höheren Energiegewinnung das Niveau im Stausee immer weiter reduzieren.

2014 lag er bei 215,5 m ü. M. obwohl die festgelegte Marke für den dauerhaften Betrieb des Wasserkraftwerks bei 220 m ü. M. festgesetzt wurde. Der Grund dafür war einleuchtend. Es sollte die wachsende Nachfrage im Energiesektor decken, der bei einer Absenkung des Pegels im Stausee zu Beeinträchtigungen führen kann.

Benitez betonte weiterhin, dass das Verlassen des Betriebsbereiches, wie in dem jetzigen Fall, eine Genehmigung von dem Verwaltungsrat vorliegen müsse. Sie wäre nur auf Anordnung der nationalen Beteiligten aus Brasilien erfolgt, die von paraguayischer Seite einfach so akzeptiert worden sei.

„Wenn der jetzige niedrige Pegelstand höhere Energiereserven nutzt ist das fatal. Wird beispielsweise Energie aus einem Niveau zwischen 219 und 217 m ü. M. verbraucht ergibt dies eine zusätzliche Stromerzeugung von 742 GWh im Monat. Itaipú wird wie eine Zitrone ausgequetscht“, sagte Benitez.

Itaipú berichtete vorgestern, das das Niveau im Stausee bei 219,5 m ü. M läge und im Oktober “der Marktbedarf gedeckt werden muss. Das Betriebsverhalten von dem Wasserkraftwerk basiert auf der Nachfrage und der Verfügbarkeit von Energie“.

Wochenblatt / ABC Color

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6 Kommentare zu “Itaipú wird wie eine “Zitrone ausgequetscht“

    1. Da dürften sie richtig Liegen.Trotz allen, der Wasser stand muss aber stimmen im Normbereich.
      Absprachen, Vorschriften sollte man einhalten.Raubbau ist Raubbau und nicht gut für die Versorgungssicherheit!
      Abgesehen davon was die ANDE treibt.Das ist eine andere Baustelle!

      1. Einverstanden. Aber der „Raubbau“, sprich der momentan tiefere Wasserpegel, wurde von der paraguayischen Seite abgenickt. Insofern ist es unsinnig, dass die paraguayische Seite nun darüber mault.

  1. Nun, da die Turbinen Verschleiss unterliegen, und hier nie was vorbeugend ausgetauscht ober repariert wird, ist das Kraftwerk Geschichte, sobald denen die erste Turbine um die Ohren fliegt, dann aber wird das Geschrei gross sein, woher die Schmiergelder nemen?

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