Jaguar im Chaco: kein Menschenfreund

Loma Plata: Insgesamt 95% des Chaco Territoriums ist in privaten Händen. Dieser Sachverhalt verkompliziert die Erhaltung der Jaguar Population extrem. Auch andere Tiere sind betroffen.

Der US-amerikanische Experte Jeffrey Thompson ist davon überzeugt, dass für eine Erhaltung der Jaguare die Produzenten und Landeigentümer eine wichtige Rolle spielen. Vom Aussterben bedroht hat die Mehrheit der Einwohner des Chaco nur Angst vor Jaguaren oder vor ihrem Auftreten in der Gegenwart von Rindern. Wenn einem jedoch bewusst wird, dass da eine Rasse vom Aussterben bedroht ist sollte man sein Verhalten dem Tier gegenüber überdenken und dabei helfen es zu erhalten.

“Wenn Paraguay den Jaguar im Chaco will, muss uns klar werden, dass wir alle uns dieser Herausforderung stellen müssen um es den dortigen Produzenten zu ermöglichen. Wir als Gesellschaft müssen dafür zahlen, dass der Jaguar in seinem Lebensraum weiter leben kann. Wenn wir das nicht wollen, werden alle Kosten auf den Schultern der Landeigentümer und Produzenten abgeladen, was ungerecht ist“, so der aus New York stammende Thompson.

Für die Rinderzüchter ist es natürlich viel einfacher eine Schrotpatrone abzufeuern. Wenn wir als Gesellschaft das nicht wollen, müssen wir darüber nachdenken, wie wir beispielsweise die Verluste der Produzenten mindern können. Bis jetzt traf die Nichtregierungsorganisation Guayra Paraguay auf viele Viehzüchter, die offen für ihre Vorschläge sind. Allerdings gibt es auch einige, die nichts davon hören wollen.

Thompson, der in Paraguay an einem Projekt arbeitet, wo mit Kamerafallen Aufnahmen von Wildtieren im Chaco gemacht werden, geht davon aus, dass es nicht mehr als 300 Exemplare des Jaguars gibt.

“Die Zonen, in denen Jaguare leben, werden immer weniger. Im südlichen Chaco gibt’s noch einige kleine Flecken, zwischen Concepción und Pozo Colorado sie 70 km nördlich von Filadelfia, wo wir derzeit arbeiten“, so Thompson weiter.

In einer trockenen Zone wie dem Chaco braucht allein ein Tier eine Fläche von 50.000 Hektar, während im südlichen Chaco und im Pantanal 10.000 – 12.000 Hektar pro Tier ausreichend sind.

Wochenblatt / Abc Color

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