Juan Carlos Galaverna und sein 62. Geburtstag

Ypacaraí: Einer der wichtigsten Führer der Colorado Partei sowie der Mann im Hintergrund von Horacio Cartes feiert heute, wie jedes Jahr, wieder überschwänglich seinen Geburtstag mit tausenden Gästen.

Die Nummer 62 kostet laut dem Eventorganisator, José Alberto Planás, rund 200 Millionen Guaranies und wird in der Keramikfabrik des Senators stattfinden.

Planás, Ex Minister für öffentliche Bauten unter Luis Ángel González Macchi, sagte dass rund 10.000 Personen aus diversen Punkten des Landes zur Feier kommen werden. „Ab 06.00 Uhr morgens kommen sie an“, so Planás.

Allein für Fleisch wurden 100 Millionen Guaranies ausgegeben. „Es wird 4.000 kg Fleisch diverser Abschnitte geben. Allein die Rippen machen 50 % aus“, so der Eventkoordinator.

Er sagte auch dass das Grillfleisch ein Geschenk von Antonio Aranda sei, ein Geschäftsmann der in Argentinien lebt und da viele Schlachthäuser besitzt. Früher kam das Fleisch immer aus Argentinien. In den letzten Jahren jedoch nahm die Fleischqualität zu und dieses Jahr nutzen wir wieder paraguayisches Fleisch, nur auf die Rechnung des Exilpolitikers und Freundes von Galaverna.

„Und so wie Fleisch gut benetzt werden muss mit leckeren Getränken, erhält Galaverna von seinen Freunden dieses Geschenk. Juan Carlos „Calé“ Galaverna muss nur 40 Millionen beisteuern, der Rest wird von seinen „Amigos“ bezahlt“, erzählt Planás.

Mit seinen Feiern versucht Galaverna ständig zu beweisen wie viel er Einfluss im Land hat, da zahlreiche Gesetzgeber, Richter, Politiker und Minister den Festen beiwohnen. Planás erklärt: „Das ist ein politischer und kein sozialer Geburtstag“.

Nebenbei erwähnt der Ex Minister, dass die Feier keine reine Colorado Veranstaltung ist denn auch der Präsident des Landes sei eingeladen. Dieser allerdings, so Regierungsquellen, lehnte dankend ab und wird wohl höchstwahrscheinlich nicht teilnehmen.

„Dies ist der achte Geburtstag den ich für Calé organisiere. Seine Geburtstage wurden schon immer im großen Rahmen gefeiert. 1989 schon unter den Mangobäumen des Salesianito, Ypacaraí, mit 1.500 Gästen“, schloss Planás ab.

(Wochenblatt / La Nación)

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15 Kommentare zu “Juan Carlos Galaverna und sein 62. Geburtstag

  1. Ein wunderbares Bild! Ja, das ist Paraguay mit diesen wunderbaren Asados. Wo gibt es diese noch auf der Welt. Eine Lebensart die so manches verzeiht.
    Egal ob Colorades, Liberales oder wie die Parteien auch heißen mögen!
    Gerechtigkeit gibt es doch sowieso nirgends auf der Welt.
    Warum kommen denn die Deutschen nach Paraguay hier hat es das gewisses etwas unaussprechliches!

    1. Reiche gibt es überall auf der Welt nur sehen sie das bei in Deutschland nicht und Kinder verhungern ebenfalls.

      Warum hacken sie auf die Lebensart der Paraguayer herum.

      PS erinnern sie sich noch wo ein kleines Mädchen in Deutschland in einer Holzkiste eingegraben tief in der Erde elendig umgekommen ist. So etwas kann ich mir in Paraguay nicht vorstellen.

      Also die Deutschen sind auch keine Engel!

  2. Da stirbt ein sechsjähriges Mädchen an Hunger und ihr Bruder wird ihr wohl bald folgen. Das sind mit Sicherheit nicht die einzigen in Paraguay und anderswo. Und dann das Bild dieses Artikels. Welch eine Welt, in der wir leben. Steckt man alle Politiker in einen Sack und haut mit Knüppeln drauf, man trifft mit Sicherheit nie den falschen.

    1. Siehe auch oben Kommentar zu Walter.

      Warum sind sie denn in Paraguay? Wollen sie eine Lebensart einführen nach deutschen Muster!
      Paraguay ist eben Paraguay!

    2. Politik ist ein schmutziges Geschäft – das wissen wir alle!
      Also „stecken Sie die Politiker der ganzen Welt in einen Sack“ und vergessen Sie diejenigen nicht, die nicht mehr im Amt sind, aber weiterhin ausserordentlich hohe Bezüge erhalten

  3. bevor hier über py geschimpft wird……

    nur zur info, uschi glas hat einen verein gegründet
    BrotZeit e.V.

    und verteilt an 23 schulen in bayern und 21 schulen in berlin …….frühstück an kinder, die teilweise verwahrlost in der schule ankommen, oftmals auch kein abendessen hatten……….

    damit will ich nur sagen, zuerst den dreck vor der eigenen türe kehren !!!

    1. Uschi Glas?
      Also ich putze meinen Urinstein auch immer mit Kosmetik von Uschi Glas weg!
      Uschi Glas ist eine umtriebige Frau, bezweifle aber, dass sie ihr »soziales Engagement« länger als die für die Public Relations-Kampagne öffentlichkeitswirksame Zeit macht.
      Und nein, ich bin nicht neidisch auf Frau Glas, wie man sicherlich an meiner Verweigerung, mich einer Verschönerungs-OP zu unterziehen, erkennen kann.

  4. und das die schere zwischen arm und reich nicht nur in südamerika gewaltig auseinanderklafft, sondern auch in deutschland, wissen wir doch alle….

    in d. spricht man schon ganz offen über die altersarmut ……

    wie traurig ist das denn ???

  5. Dekadenz gibt es überall auf der Welt. Auch in Paraguay und ich meine damit auch, nicht nur unter den Paraguayern in Paraguay.

    Obiges Beispiel ist für mich wieder einmal typisch für einen Politiker: keine Bildung (um eine konstruktive Politik zu betreiben) aber dafür eine grosse EinBildung (seinen Geburtstag für sooo wichtig zu halten).

    Vermutlich verdient er mehr unter dem Strich mittels Korruption und Vetternwirtschaft an der Unterhaltung seiner monoton grinsenden stereotypen Wählerschaft mehr, als dass er für seine Parties ausgibt.

    Doch wie überall auf der Welt gehen auch tatsächlich solche zur Party, um dem werten alten Mann ins Gesicht zu schleimen, was für ein toller Typ er doch sei und sich nebenbei den Wanst voll zu stopfen.

    Da ist es dem alten Mann doch nicht zu verübeln, dass er diesem Schleimen verfällt und auch daran glaubt, was für ein toller Typ er sei. Das ist wie eine Sucht: solange er kann wird er diese dekadenten Parties veranstalten. So wie es sich für einen Politiker gehört, der noch nie etwas davon gehört hat, dass anderswo in Lande Kinder verhungern, während er seinen Körper mit Alkohol und Fressen voll stopft.

    So werden Politiker eben.

  6. Cale hat schon immer „Stil“ gezeigt. Er hat es vom „Straßenjungen“ geschafft, egal wie, aufzusteigen zu einem der „10 Großen“ von PY und zum „Einflußreichsten“ des Landes. Also kein falscher Neid!! Hat er Euch nicht eingeladen??? Einer sagt „Schande für Py, ein anderer
    „Koruption“. Haben wir unter der jetzigen Regierung keine Koruption???!!! Neeee!!! Lediglich die „Coima“ ist teurer geworden. Wenn Ihr mehr als 20 Jahre hier im Land seit, seht Ihr das ganze auch mit anderen Augen. Kinder müssen nicht verhungern, wenn die Eltern einer Arbeit nachgehen, aber die Mehrheit ist nunmal „Arbeitsscheu“, damit müssen wir leben und dem dies nicht gefällt, muß halt wieder zurück nach Deutschland. Da ist ja alles viiiiiieeel besser!!!!????!!

    1. Also ich bin dem werten Herrn und seiner Gefolgschaft nicht neidisch. Das ist eine Unterstellung.

      Obwohl ich den werten Herrn nicht näher kenne, bezweifle ich, dass er es mit Kompetenz und „Wissen“ auf seinem Posten geschafft hat.

      Mag es ihm und seiner Gefolgschaft gegönnt sein, in ihrem realitätsfremden Dasein – indem sie mit ihren tollen Autos und Leibwächtern bei der armen Bevölkerung Eindruck machen – zu den Top-10 von Paraguay zu gehören.

      Realistisch gesehen hätte er es gar nicht nötig, wenn er ein tugendhafter und bescheidener Mann geblieben wäre, sich so dekadent zu geben.

      Zugegeben, ich lebe noch nicht lange genug in PY, um mir über diesen Mann ein Bild über seinen Leistungsnachweis zu machen.
      Vielleicht kann mich jemand darüber aufklären, was dieser Mann geleistet hat, um zu den TOP-10 zu gehören. Es von einem »Strassenjungen, egal wie«, aufzusteigen, gehört für mich definitiv nicht dazu.

    2. … und wie in Deutschland kann – aus physischen und psychischen Gründen – nicht jeder Arbeiten. Dürfen sie deswegen keine Kinder haben?

  7. Zu @Werner
    muss mich bei ihnen über meine harte Wortwahl entschuldigen. Sie haben Recht die Korruption, wo auch sie immer sei, bringt unser Gerechtigkeitsgefühl zum Kochen. Sie haben Recht es sterben Kinder….. vermeidbar irgendwo in den Hütten im Monte. Die Familien benötigen Hilfe zur Lebensverbesserung (hygienische Aufklärung ausbalancierter Ernährung, sauberes Trinkwasser, unendgeldliche ärztliche Grundversorgung um die Kindersterblichkeit zu senken. Besonders benötigen die Kleinbauern landesweit Hilfe von Kleinkrediten in Form von Saatgut, Pestiziden mit landw. Beratung.

    Anmerkung zu @ Fritz
    Ja in Paraguay fällt es eben auf. Ist so gesehen ein kleines Land wo jeder über jeden Bescheid weis. Deutschland ist so groß da fallen die den Galaabenden gar nicht auf die die Reichen und Superreichen hinter verschlossenen Türen abhalten. Jedes dicke Auto auf den bewachten Parkplatz alle über 250 Tausend Euro wert. Die Festkleidung der Damen geschmückt mit Gold und Brillanten jede auch über 250 Tausend kostend. Eine Flasche Champagner kostet 1000 Euro und mehr!

    Beim Essen mit Hummer und Rebhuhn (ein Essen auch über 5000 Euro), redet man über Sozialabbau, Staat raus private rein und dass viele Bundesbürger schmarotzen! Diese Galaabende gibt es zuhauf. Ach, da möchte man doch nicht sagen, dass die Asados zu teuer sind. Jawohl OK! Das Geld ist nicht steuerlich abgerechnet …… doch der seelige Bayer F.J. Straus hinterließ seine Erben 350 Millionen DM. Auch nicht astrein! Das heißt aber nicht, dass man den dreckigen Hof hier… und dort…. nicht fegen muss. Möglichst ein Stahlbesen?

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