Justizskandal stellt Curuguaty Massaker Urteil infrage

Asunción: Der heutige Anwalt von José Ortiz, Carmelo Caballero, war zum Zeitpunkt des Curuguaty Massakers Hauptverantwortlicher, dass keine Beweise gegen Polizisten gefunden wurden.

Heute ist Carmelo Caballero als ein wichtiges Bindeglied im Justizbereich bekannt und durch die Gesprächsmitschnitte öffentlich gemacht, ist nicht auszuschließen, dass schon vor fünf Jahren Fälle zuvor abgesprochen und fertig gekocht wurden. Wenn wie bei den Anklagen zum Kongressbrand alles ausgehandelt wurde, kann man sich nur ansatzweise vorstellen, wie man nach dem Curuguaty Massaker agierte, wo 11 Bauern und 6 Polizisten starben. Zu diesem Zeitpunkt war Carmelo Caballero Innenminister der Republik.

“Als das Massaker geschah war Lugo noch Präsident. Humberto Rubin fragte Kommissar Roque Fleitas, der damals Chef der Luftunterstützung war, ob das Massaker vom Helikopter aus gefilmt wurde. Er sagte, dass es sehr viel Material zum auswerten gibt und dieses umgehend der Justiz ausgehändigt werde“, erinnerte Anwalt Guillermo Ferreiro. Carmelo Caballero wurde danach zum Innenminister ernannt und bewegte keinen einzigen Finger um die Beweise der Staatsanwaltschaft zu übergeben.

“Die Staatsanwaltschaft für ihren Teil unterließ es auch die Aufnahme anzufordern. Wir haben damals dem Staatsanwalt schriftlich dazu aufgefordert dieses wichtige Beweisstück anzufordern. Der Staatsanwalt erklärte später, dass alle Aufnahmen verloren seien. Es wurde gar nicht versucht, dieses Filmmaterial auzuwerten“, so Ferreiro.

Wochenblatt / Última Hora

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2 Kommentare zu “Justizskandal stellt Curuguaty Massaker Urteil infrage

  1. Hier gibt es noch viel mehr zum Auswerten.
    Das war eine Geplante Provokation um Lugo vermeitlich legal aus dem Amt zu Putschen.
    Zu diesen Zweck wurden 11 Bauern und 6 Polizisten ermordet durch Scharfschützen.

  2. Wahrscheinlich wurden die Film-Aufnahmen schon gesichtet, stellen jedoch die der Staatsanwaltschaft besser zahlende, pardon, schönere Nase besitzende, Partei in ein etwas ungünstiges Licht, „sodass alle Aufnahmen verloren seien“.
    Das ist im kleinen europäischen Ländchen wo keine Nachrichtenlose Konten geschreddert wurden schon etwas besser gelöst: Dort werden Film-Aufnahmen nur dann geschnitten, wenn es die Seite von Beamten vom Beatmetenhäuschen in ein schlechtes Licht stellen könnte.
    http://www.luzernerzeitung.ch/nachrichten/zentralschweiz/schwyz/Kantonsgericht-urteilt-im-Fall-Luchs-schriftlich;art96,254348

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