Chaco: Ein reumütiger Denunziant

Filadelfia: Zuerst erklärte Mennonit Edmund Friesen, dass sowohl bei Liste 2 als auch Liste 3 Gelder flossen, um indigene Wählerstimmen zu kaufen. Jetzt ruderte er zurück und erklärt folgendes.

Seine Mitteilung in den sozialen Netzwerken sorgte für Kontroversen unter den Colorados in Boquerón. In einer zweiten Mitteilung ging er einen Schritt zurück und erklärte, den Stimmenkauf nicht mit eigenen Augen gesehen zu haben, Grund weswegen er nicht versichern könne ob es wirklich so etwas gegeben hat. “Meine Behauptungen haben keine Grundlage“, schrieb er.

Die Kommentarschreiber in den sozialen Netzwerken sehen dies teilweise als normale Praxis an, nicht nur in der ANR sondern auch bei der Opposition während andere den Gewinn der Liste 2 in Boquerón als ein Wunder ansehen, da vermutlich Unmengen an Geld verteilt wurde. Einige Kommentare legen nahe, dass bis zu 3 Milliarden Guaranies bereitgestellt wurden, um die Indigenen aus Boquerón zu motivieren. Viele Mennoniten schämten sich für den Stimmenkauf, weil damit etwas verloren geht, was einen guten Christen ausmacht.

Wochenblatt / Abc Color

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4 Kommentare zu “Chaco: Ein reumütiger Denunziant

  1. ja die blindheit gibt es leider überall auf der welt, sonst wäre die Mutti lange nicht mehr an der Macht. Aber hier ist es halt („beweisbar“) das Gelder fließen für die Stimmen und gerade die Colorados machen hier keinen Hehl draus sonst würden Sie wahrscheinlich auch keine Wahl gewinnen. Leider hat die Opposition zuwenig um hier gegenhalten zu können auch wenn dort das gleiche passiert. Geld = Einfluss = Gesetz

  2. Wann werden die Leute aus unsern eigenen Reihen mal endlich begreifen, das ein guter Politiker „umsonst“ ist? Das ist in der Landespolitik wie auch in der kolonieseigenen Politik immer dasselbe. Leute wählen Denjenigen, der am meisten Geld aufweisen kann. Schade, das die Menschheit so mit Blindheit geschlagen ist!! Also liegt es ganz allein in den Händen der Wähler, wie unser Land in Zukunft ausschauen wird.

    1. Es liegt ganz allein in den Händen der Wähler, wie unser Land in Zukunft ausschauen wird.
      Ist nur die Frage wie offnet man den Menschen die Augen! Viele sehen doch nur den kleinen Vorteil den sie für ihre Stimme bekommen können. Indigene leben vielfach von der Hand in den Mund!

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