Kampagne gegen Plastiktüten

Nach einem Einkauf in den Supermärkten sieht man überall die gleichen Bilder, viele Kunden mit vielen Plastiktüten. Vor einiger Zeit erkannten mittlerweile auch private und staatliche Institutionen diesen Problembereich und schritten zur Tat. Eine Studie wurde ins Leben gerufen, nun geht es in kleinen Schritten vorwärts.

Die Kampagne heißt „Reduzierung nicht biologisch abbaubarer Plastiktüten“, die von der Gemeinde Asunción und der Supermarktkette Stock begonnen wurde und jetzt „erfolgreich abgeschlossen ist“, so die Aussage der Initiatoren.

Studenten aus dem Fach Umweltschutztechnik der Nationalen Universität von Asunción führten Informationsveranstaltungen in den Schulen und Gespräche mit Inhabern von Supermärkten durch. Dabei ging es um die Sensibilisierung dieses Themas und der Reduzierung von Plastiktüten. Javier Giménez, Repräsentant der Universität erklärte, dass 63 Studenten an diesem Projekt teil nahmen und alternative Lösungen suchten.

Stadtrat Carlos Galarza, Präsident des Ausschusses für Umwelt und natürliche Ressourcen sagte, die wichtigste Errungenschaft der Kampagne sei, dass die Privatwirtschaft und öffentliche Einrichtungen mit diesem Problem konfrontiert wurden. „Ich will das Bewusstsein der Bevölkerung erweitern im Hinblick auf die Notwendigkeit eines verantwortlichen Konsums für den Schutz der Umwelt; wir werden nicht in der Lage sein, Plastiktüten in den Geschäften zu beseitigen, aber sie können reduziert werden“, sagte er.

Oscar Ferraro, Pressesprecher der Supermarktkette Stock fügte hinzu: „Plastiktüten sind ein Problem in Paraguay aber auch auf der ganzen Welt. Viele Länder sind auf der Suche nach Alternativen um Lösungen zu finden“, erklärte er.

Vereinzelt gehen Unternehmen das Problem bereits an. In Coronel Oviedo steht an der Tür eines kleinen Lebensmittelgeschäftes eine Hinweistafel mit der Bitte, doch eigene Taschen oder Einkaufstüten in den bereitgestellten Schließfächern zu deponieren und nach dem Einkauf diese zu benutzen. In anderen Geschäften sind auch schon Körbe mit reduzierten Preisen im Angebot. Desweiteren findet man vereinzelt schon Geschäfte in Asunción die Papiertüten verwenden.

Entscheidend ist aber, das Bewusstsein jedes Einzelnen in der Bevölkerung zu schärfen im Umgang mit diesem nicht biologisch abbaubaren Produkt. In Paraguay fehlt eine politische Überwachung über die Produktion von Plastiktüten und deren Auswirkungen auf das Ökosystem. Mehrere Länder haben ihre Verwendung bereits verboten. Die Kampagne wird kontinuierlich weiter geführt damit weitere Alternativen gefunden werden.

Quellen: ABC Color / Ultima Hora

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9 Kommentare zu “Kampagne gegen Plastiktüten

  1. IN Deutschland wird seit Jahren der Verbrauch von Plastiktüten so reduziert : .Plastiktüten müssen ( teuer ) gekauft werden .Zwar müssen auch Papiertüten bezahlt werden , werden meist aber sorgfältig behandelt und wieder verwendet . Auch Plastkflaschen werden durch Automaten mit “ Rückgeld “ zentral verwertet.

  2. Warum werden Papiertüten pfleglich behandelt, ganz einfach, Sie dienen nicht nur dem Umweltschhutz, sondern haben ja auch Geld gekostet, plädiere auch für Plastiktüten Geld zu verlangen. Sie sind dünn und können zum Wiedereinkauf Problemlos mitgenommen werden, sicherlich nicht Alle, aber dennoch ein Großteil bei sorgsamen Umgang.

  3. Ich lebe sehr gern hier, mag „meine“ Paraguayos, lebe auf dem Campo mit ihnen und nicht nur neben ihnen.
    Das Plastiktütenproblem ist nur eins von vielen Müllproblemen. Es hilft NUR Erziehung von Kindesbeinen an.
    Hier auf dem Campo, in der Nähe des Asfalts, kippen die Städter ihre Windeln und anderes unverwüstbare ab.
    Bei einem Kindergeburtstag oder 15 Ano sieht man die Kleinen und die Grossen etwas auspacken, in den Mund stecken und die Verpackung fallen lassen, an Ort und Stelle.
    Es gibt (noch) kein Umweltbewußtsein, weil dieses Bewußtsein das Begreifen von Zukunft voraussetzt. Solange niemand bis übermorgen denkt, macht sich auf niemand Gedanken über in Zukunft nicht verrottende Stoffe.

  4. @DerÄtzer

    Die Steigerung des Umweltbewußtseins der Paraguayos wird noch viele Jahre Jahre dauern und bis zum selbstädigen Verhalten kann man schon mal den Geldbeutel der Paraguayos strapazieren. Es wird helfen den Umweltschutz schneller zu begreifen.

  5. Gottseidank endlich, man behandelt mich jedes mal wie eine Ausserirdische wen ich sage, dass ich nicht soviele Plastiktueten zum verbrennen will, z.B. keine um 5l-Wasserflaschen die ja selber schon einen Traghenkel haben.

    1. da brauchst du aber eine Plastiktüte herum, weil sonst die Wasserflasche mit einer Milchtüte beispielsweise in Kontakt kommen könnte oder einer Spraydose – und sowas geht hier gar nicht.
      Wenn ich immer sage, dass ich keine Plastiktüte will, gucken sie mich an und grinsen (und denken dann vermutlich: diese doofe Gringooma). Aber es werden schon immer mehr, die sagen: oh ja, weniger Abfall (allerdings werden sie es nur sagen, handeln werden sie nicht danach).

  6. @ Rodolfo

    Da hast du sicherlich Recht, die Allermeisten. Wenn ich für Waren die schon in Plastik verpackt sind, wie Kartoffeln, Toilettenpapier, Papiertücher von der Rolle, Brötchen oder größere Kartonware, dass Einpacken in Plastikbeutel untersage, dann schauen die Verkäufer oder die jungen Helfer an den Kassen mich an, als wenn ich un poco loco bin.

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