Asunción: Die Stadtverwaltung von Asunción hat über die Direktion der Städtischen Überwachungspolizei (PMV) die Kontroll- und Eingriffsmaßnahmen bei verlassenen Gebäuden sowie Wohnhäusern im historischen Zentrum der Hauptstadt verstärkt. Ziel ist es, das Sicherheitsniveau zu erhöhen, die öffentliche Gesundheit zu gewährleisten und die Wiederbelebung des Viertels voranzutreiben.
Der Direktor der Überwachungspolizei, Miguel Ángel Stampf, erklärte, dass jedes Verfahren im Rahmen des Kommunalgesetzes durchgeführt werde, um die Rechte der Eigentümer zu wahren. Er betonte jedoch, dass das allgemeine Interesse der Gemeinschaft stets Vorrang habe.
Bei verlassenen Gebäuden führen die Prüfer technische Inspektionen durch, erstellen Protokolle, grenzen die Objekte mit Katasterdaten sowie Fotodokumentationen ab und übergeben die Unterlagen an die Rechtsabteilung, damit die Stadtverwaltung die offizielle Genehmigung zum Betreten erteilt.
Das Vorgehen unterscheidet sich bei unbewohnten Privathäusern mit Innenhöfen oder Swimmingpools: Hier benachrichtigt die Gemeinde den Eigentümer und setzt eine Frist zur Reinigung des Grundstücks. Reagiert der Eigentümer nicht auf die Aufforderung, verschafft sich die Stadtverwaltung per richterlicher Anordnung Zutritt, um die Desinfektions- und Reinigungsarbeiten durchzuführen. Die Betriebskosten werden anschließend dem Ordnungswidrigkeitengericht zur Verhängung von Bußgeldern übermittelt.
Die städtische Behörde hat bezüglich verlassener Bauwerke bereits knapp 100 Benachrichtigungen an die Rechtsabteilung weitergeleitet.
Die aus den Verstößen resultierenden Geldbußen werden direkt mit dem Katasterkonto der Immobilie verknüpft, was jeden Versuch eines Verkaufs oder einer Übertragung der Immobilie blockiert.
Wochenblatt / Hoy















