Hohenau: Vom 9. bis 27. März verwandelt sich das Konservatorium Asaf in Hohenau (Itapúa) in ein Zentrum für musikalische Innovation. Der renommierte deutsche Pianist und Komponist Martin Münch leitete dort einen Workshop zum Thema Improvisation.
Unter dem Titel “Musikalische Improvisation als grundlegendes Werkzeug für das Schaffen“ lehrte Münch drei Wochen lang im Departement Itapúa. Unterstützt wurde das Projekt durch das Programm Ibermúsica in Zusammenarbeit mit der Fundation Promúsica.
Freiheit statt nur Technik
Der Workshop basierte auf der Überzeugung, dass Improvisation weit mehr als ein bloßes Hilfsmittel ist – sie ist der Motor für kompositorische Innovation. In einem intensiven Doppelschicht-Programm aus Theorie und Praxis hilft Münch den Teilnehmern, die Barrieren zwischen technischer Ausführung und kreativer Freiheit einzureißen.
Der Fokus liegt dabei auf der Entwicklung einer eigenen musikalischen Sprache, der Überwindung kreativer Hemmungen und dem spontanen instrumentalen Dialog. Dabei beschränkte sich der Unterricht nicht auf ein einzelnes Genre, sondern behandelte die Improvisation als fachübergreifende Disziplin.
Über den Künstler: Martin Münch
Der 1961 in Frankfurt am Main geborene Künstler blickt auf eine beeindruckende internationale Karriere zurück:
-Ausbildung: Studium der Musik und Philosophie in Mainz; Kompositionsstudium bei Prof. Wolfgang Rihm an der Hochschule für Musik Karlsruhe.
-Konzerte: Als Solist trat er in über 30 Ländern auf und produzierte zahlreiche Aufnahmen für Radio und Fernsehen (u.a. in Deutschland, Frankreich und Brasilien).
-Auszeichnungen: Erster Preis für seine “Firework-Ouverture“ beim Wettbewerb Pyromusikale in Berlin 2009.
-Lehre & Engagement: Von 1994 bis 2013 war er Klavierdozent an der Universität Bamberg. Er ist künstlerischer Leiter des Pianorama Florenz sowie des Neckar-Musikfestivals.
Sein bisheriges Werk umfasst 55 Stücke, die von Klaviermusik über Kammermusik bis hin zu großen Orchesterwerken reichen.
Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an
Wochenblatt / La Nación / Instagram















