Knast-Luxus statt Zelle: Flucht in Emboscada enttarnt Millionengeschäft mit VIP-Zellen!

Emboscada: Wer zahlt, der sitzt bequem! Nach dem spektakulären Ausbruch aus dem Hochsicherheitsgefängnis „Martín Mendoza“ in Emboscada kommt ein unfassbarer Sumpf aus Korruption ans Licht. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen eines florierenden Schwarzmarkts für Luxus-Zellen: Tausende von Dollar flossen angeblich an Wärter und Direktoren, damit Schwerverbrecher im Hotel-Ambiente residieren konnten, während Beweise klammheimlich verschwinden sollten.

Der Ausbruch war erst der Anfang des Albtraums, nun rollen die Köpfe. Wie die zuständige Staatsanwältin Fabiola Sosa enthüllte, offenbaren die Ermittlungen rund um die Flucht ein System, das jeden Rechtsstaat verhöhnt. Im Zentrum steht der nicht offiziell freigegebene Trakt „Siete Alta“, wo acht Häftlinge residierten, die dort laut offiziellen Registern absolut nichts zu suchen hatten.

Saftige Tarife: Bis zu 70.000 US-Dollar für ein bisschen Luxus

Was bot dieser Trakt? Echte VIP-Zellen für gut betuchte Kriminelle! Die Ermittler gehen dem dringenden Verdacht nach,dass für diesen exklusiven Aufenthalt stattliche Bestechungsgelder gezahlt wurden. Die Summen haben es in sich: Im Raum stehen Beträge zwischen 12.000 und sage und schreibe 70.000 US-Dollar – ein absolutes Vermögen, mit dem sich Gangster im Staatsgefängnis ein gemütliches Leben erkauften.

Und während die Insassen auf Luxus-Matratzen lebten, funktionierte die Vertuschung wie am Schnürchen. Kurz nach der Flucht versuchten korrupte Beamte noch schnell, belastende Handys aus den Zellen zu schaffen, bevor die Staatsanwaltschaft überhaupt das Gelände betreten konnte. Anweisungen dazu kamen direkt von oben – unter anderem vom mittlerweile inhaftierten Anstaltsdirektor Pablo Abel González Apuril und dem verwickelten Polizeikommissar Derlis Cáceres.

Wenn der Knast zur Wellness-Oase wird

Während normale Bürger jeden Cent umdrehen müssen, zeigt dieser Skandal einmal mehr die bittere Realität des paraguayischen Vollzugs: Wer Geld hat, bucht sich im Knast einfach seine eigene Komfortzone, während die Aufpasser die Drecksarbeit machen und am Ende die Befehle ausführen. Der Staat liefert sich selbst ans Messer, wenn die Wächter zu Erfüllungsgehilfen von kriminellen Luxus-Häftlingen werden. Ein weiteres Armutszeugnis für das paraguayische Justizsystem!

Wochenblatt / Abc Color

CC
CC
Werbung

Bitte achten Sie darauf, dass Ihre Kommentare themenbezogen sind. Die Verantwortung für den Inhalt liegt allein bei den Verfassern, die sachlich und klar formulieren sollten. Kommentare müssen in korrekter und verständlicher deutscher Sprache verfasst werden. Beleidigungen, Schimpfwörter, rassistische Äußerungen sowie Drohungen oder Einschüchterungen werden nicht toleriert und entfernt. Auch unterschwellige Beleidigungen oder übertrieben rohe und geistlose Beiträge sind unzulässig. Externe Links sind unerwüscht und werden gelöscht. Beachten Sie, dass die Kommentarfunktion keine garantierte oder dauerhafte Dienstleistung ist. Es besteht kein Anspruch auf Veröffentlichung oder Speicherung von Kommentaren. Die Entscheidung über die Löschung oder Sperrung von Beiträgen oder Nutzern die dagegen verstoßen obliegt dem Betreiber.

Kommentar hinzufügen