Asunción: María Denis, Leiterin der Gemeinschaftsküche “Cabichu’i“, schlägt Alarm: Die Situation in den Suppenküchen ist kritisch. Sie macht dem Ministerium für soziale Entwicklung (MDS) schwere Vorwürfe wegen minderwertiger Lebensmittelqualität und unregelmäßiger Lieferungen, was die Versorgung von Kindern und bedürftigen Familien direkt gefährdet.
Laut ihrem Bericht blieben die Lieferungen rund fünf Monate lang komplett aus. Im gesamten Jahr 2025 gab es lediglich drei Zustellungen – die letzte im Oktober. Erst im März dieses Jahres trafen wieder Produkte ein, die für das Kontingent 2026 vorgesehen sind.
Besonders scharf kritisierte die Leiterin die Qualität der gelieferten Waren. „Das Mehl ist dunkel; man muss mindestens ein Ei hinzufügen, damit daraus überhaupt ein essbarer Pfannkuchen oder eine Tortilla wird“, erklärte sie und verdeutlichte damit die Schwierigkeiten bei der Zubereitung einfachster Mahlzeiten.
Noch gravierender sind die Vorwürfe beim Speiseöl. Dieses verströme einen so unangenehmen Geruch, dass es ohne Vorbehandlung unbrauchbar sei. „Wir müssen erst Knoblauch darin anbraten, um diesen Gestank loszuwerden“, so Denis.
Sie warnt eindringlich davor, dass diese Zustände die Ernährungssicherheit in den Gemeinden untergraben. An die Behörden richtete sie den dringenden Appell, sowohl eine regelmäßige Versorgung als auch Lebensmittel in einwandfreiem Zustand zu garantieren, da viele Menschen existenziell auf die Gemeinschaftsküchen angewiesen sind.
Wochenblatt / Megacadena















