Korruptionsverdacht erschüttert Kooperative

Asunción: Das Nationale Institut für Genossenschaftsrecht (Incoop) hat schwerwiegende Unstimmigkeiten in den Bilanzen der Kooperative Villa Morra festgestellt und Hinweise auf mutmaßliche Sachschäden erhalten. Der Korruptionsverdacht wurde ebenfalls der Staatsanwaltschaft mitgeteilt.

Die Regulierungsbehörde hat die Intervention für weitere 90 Tage auf das Spar- und Kreditinstitut ausgeweitet.

Die von den Wirtschaftsprüfern der Incoop durchgesehenen Bilanzen weisen neben den Hinweisen auf Sachschäden auch schwerwiegende Mängel und Unstimmigkeiten auf. Daher habe man sowohl die Staatsanwaltschaft als auch auf das Ministerium für Geldwäscheprävention (Seprelad) benachrichtigt, sagte Hernán Jiménez von der Incoop.

Jiménez fügte hinzu, dass gegen die Mitglieder des Verwaltungsrates der oben genannten Genossenschaft der letzten drei Jahre wegen Verdachts auf Korruption und Geldwäsche ermittelt werde.

Jiménez zufolge seien während der Überprüfung zahlreiche Dokumente entdeckt worden, die zumindest in den letzten drei Jahren nicht von der Incoop geprüft worden seien. Eine weitere von der Aufsichtsbehörde festgestellte Unregelmäßigkeit betrifft den Kauf eines Grundstücks in Höhe von 3,7 Milliarden Guarnies für den Hauptsitz des Unternehmens.

Jiménez zufolge hatte die Genossenschaft keine Genehmigung, diese Investition zu tätigen und es gebe auch den Verdacht einer überhöhten Rechnungsausstellung, wie von ihm angegeben.

Die Direktoren der letzten Verwaltung sind Bernardo Richard Morel (Präsident), Edgar Fidel Rodas (Vizepräsident), Teófilo Ruiz Díaz (Sekretär), Norma de Jesús Gauto (Schatzmeisterin) und Gregoria Aguilera (Rechnungsprüferin). Zusätzlich zu den erwähnten Personen, die sich zum Zeitpunkt der Intervention in der Verwaltung befanden, werden die Leiter der drei vorhergehenden Perioden ebenfalls in die Ermittlungen mit einbezogen.

Laut Morel (amtierender Präsident) lasse das Eingreifen von Incoop viele Zweifel an der Vorgehensweise aufkommen.

In Bezug auf den mutmaßlichen irregulären Erwerb der Liegenschaft macht die Genossenschaft geltend, die Anschuldigung sei falsch und sie habe die Genehmigung der Mitgliederversammlung erhalten, die Liegenschaft der Cemulcoop Ltda. zu kaufen. „Wir erfüllen immer die Anforderungen. Der Beweis ist, dass die Incoop es uns kürzlich ermöglicht hat, in das Rating der Kategorie A (für die Bewertung der Vermögenswerte) überzugehen. Es macht keinen Sinn, etwas sie manifestieren”, sagte Morel.

Wochenblatt / ABC Color

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