“Kriegswirtschaft“ vorgeschlagen, um die galoppierende Inflation abzumildern

Asunción: Referenten der Milchindustrie schlagen eine “Kriegswirtschaft“ vor, damit sich die Preise normalisieren und einer galoppierenden Inflation entgegentreten.

Der Präsident der paraguayischen Kammer für Molkereiindustrie (Capainlac), Erno Becker, sagte, dass das aktuelle Szenario, das das Land durchmache, eine Folge des hohen Inflationsdrucks sei, der den Anstieg aller Produkte auslöse.

„Wir müssen eine Kriegswirtschaft schaffen, damit sich das alles wieder normalisiert. Kraftstoff und der Preis für Tierfutter müssen wieder sinken, damit wir stabil weiterarbeiten können”, sagte Becker gegenüber dem Radiosender 1000 AM.

Er erklärte weiter, dass sie im Moment durchhalten werden, um die Preise nicht erneut zu erhöhen, da dies nur die Inflationskette ankurbeln würde. Jedoch sei es nur eine Frage der Zeit, bis auch Milchprodukte teurer werden, fügte er an.

Becker wies darauf hin, dass der Preisanstieg bei dem Kraftstoff und den Futtermitteln Druck auf die Produktionskosten ausübe.

Paraguay hat im Vergleich zur Region einen geringen Pro-Kopf-Verbrauch an Milch. Hier im Land liegt er bei 135 Litern pro Person und Jahr, in Argentinien und Uruguay bei rund 200 Litern, in Brasilien bei über 600 Litern. Nur in Bolivien wird weniger Milch als in Paraguay getrunken: 90 Liter sind es in diesem Land Pro-Kopf.

Wochenblatt / Hoy

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6 Kommentare zu ““Kriegswirtschaft“ vorgeschlagen, um die galoppierende Inflation abzumildern

  1. Man drückt also den Milchbetrieben höhere Kosten durch steigende Mindestlöhne auf, dazu noch gestiegene Kosten bei Wareneinkäufen und Energie, aber verbietet ihnen die höheren Produktionskosten auf die Milch umzulegen.
    So treibt man die Milchbetriebe geradewegs in den Konkurs.

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    1. Genau das passiert gerade. Es gibt immer weniger Milchbauern in Paraguay und im Chaco laufen die ehemals ausgelasteten Milchfabriken nur noch auf etwa halb ausgelastet. Voriges Jahr schrieb schon eine Milchfabrik einer bekannten Marken rote Zahlen wegen Mangel an Milchzulieferung.
      Es stimmt in etwa genau Daumen mal Pi was Nick vor einigen Monaten sagte: Um rentabel einen Milchbetrieb zu fuehren und wenigstens schwarze Zahlen zu schreiben muss der Milchbauer rund 100 Milchkuehe im Melken haben. Durchgehend. Das erreicht niemand im Durchschnitt und daher zahlen die Milchbauern praktisch immer drauf indem sie das fehlende Geld von der Viehzucht nehmen.
      Daher sagte ich schon damals: Es kann sein dass die Milchproduktion in Paraguay, wenigstens im Chaco, eingehen wird.
      Ueberlegen sie mal. Welches ist das Land mit den hoechsten Milchertraegen? Neuseeland. Warum? Nun weil es da fast so sehr wie im Amazonas regnet. Wegen dem Mangel an Regenfaellen wird der Chaco nie Wettbewerbsfaehig sein mit Neuseeland.
      Man bedenke: Die Indianer des Chaco brachten kein Grossreich in der Zone zu stande – wegen Wassermangel. Nur in Mexikosee und um den Titicacasee in den Anden konnten Azteken und Inkas ein Reich aufbauen.
      Vor allem Wasser ist die Grundbedingung fuer die Errichtung von Reichen und Grossmaechten.
      Diese 3 brauchst du um ein Reich und ein Imperium aufzubauen: Wasser (genug Wasser), kluegere Menschen als anderswo (kluge Koepfe) und Naturressourcen.
      Frankreich war im Mittelalter die Wiege der Zivilisation bis etwa 1800. Warum? Nun Paris war mit Abstand die groesste Stadt Europas ueber Jahrhunderte. Wo mehr Menschen wohnen da gibt es auch mehr kluge Koepfe also Intelligenz.
      Die Wasserfluesse Rhein, Donau, Wolga, Dnjepr, Don, Themse, Seine, Rhone, Loire, etc waren die Grundvoraussetzungen der Bildung von Imperien. Das alles und keines der 3 hat der Chaco.
      Der Chaco hat weder Wasser, noch kluegere Leute als anderswo noch Naturressourcen.
      Russland hat 20% der Weltnaturressourcen, das meiste Wasser der Welt und eine relativ kluge Bevoelkerung (wenn sie nicht zu sehr ins Glass saehe).

  2. Staatsdirigistische Wirtschaft macht alles nur noch schlimmer, siehe rot-grüne Mißwirtschaft in Deutschland, siehe Kommunismus, siehe verrottete DDR sowie den gesamten ehemaligen Ostblock unter russischem Dirigismus.

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  3. Wo ist denn das täglich Uhu-Viru-V2.x-Gegackere hin? Werden keine Zahlen mehr veröffentlicht, seit täglich mehr ∞-fach-GVO-Nanopartikel-Botenstöffchen-Präventivmedizin-Gepimpte abserbeln als Reinblüter? Von einem Tag auf den anderen hat das Uhhhhkraine-Krieg-Gegackere das Uhu-Viru-V2.x-Gegackere abgelöst? Und nun sollen wir auch noch in den Krieg ziehen und mehr Milch trinken, damit die Preise wieder sinken? Ist der Mann blöd oder was? Die Preise werden nie mehr sinken! Das sind sie noch nie!

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    1. Ja, so läuft das in “Demokratien”.
      Die Unkosten soll der Staat, sprich die Gemeinschaft der Steuerzahlen übernehmen.
      Die Gewinne gehen aber dann zu 100 % in die Taschen der Unternehmer.

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