Kritik aus den eigenen Reihen: Senator Chase sieht IPS und öffentliche Gesundheit als Peñas Schwachstellen

Asunción: Der Fraktionsvorsitzende der Bewegung Honor Colorado im Senat, Natalicio Chase, erklärte, dass die Partei im Großen und Ganzen mit der Regierungsarbeit von Präsident Santiago Peña zufrieden ist. Dennoch sieht er das öffentliche Gesundheitswesen und die Sozialversicherungskasse IPS weiterhin als eine der größten Schwachstellen.

Chase analysierte die parteiinternen Vorwahlen, bei denen das Regierungslager die parteiinterne Opposition überrollte und 80 % der Kandidaturen für sich entscheiden konnte. Seine Interpretation dieses Ergebnisses ist, dass die Zahlen die Zufriedenheit der Colorado-Basis mit der Amtsführung von Peña bestätigen.

Innerhalb der Regierungspartei teile man diese Ansicht im Allgemeinen, weise jedoch auch auf Defizite hin, wie sie jede Regierung aufweise.

„Die Colorado-Partei besitzt die Weisheit, zuzuhören. Und genau innerhalb der eigenen Partei äußern wir auch die Kritik an den Dingen, die wir als Fehler betrachten, die uns in der Regierungsverantwortung unterlaufen“, kommentierte Chase in einem Interview.

Auf die spezifischen Kritikpunkte angesprochen, nannte der Senator das öffentliche Gesundheitssystem und die Notwendigkeit, eine Kehrtwende bei der Sozialversicherungskasse IPS herbeizuführen. Dort versuche man dieses Ziel derzeit gemeinsam mit Dr. Isaías Fretes zu erreichen.

„Wir sehen die Mängel des Gesundheitssystems ebenfalls, und sie sind öffentlich bekannt. Das Gesundheitssystem befindet sich in einer Phase, in der energischer eingegriffen werden muss. Beim IPS geschieht dies gerade auf eine andere Art und Weise, und ich glaube, dass es in kurzer Zeit entweder Ergebnisse liefern oder dem IPS-Präsidenten politisch um die Ohren fliegen wird“, räumte der Fraktionschef offen ein.

Am morgigen Mittwoch, dem 17. Juni, wird Santiago Peña vor dem Vorstand der ANR (Colorado-Partei) erscheinen, um in Begleitung seiner Minister seinen Rechenschaftsbericht vorzulegen. Am 1. Juli wird er dann, wie von der Nationalen Verfassung vorgeschrieben, vor dem Nationalkongress sprechen.

Wochenblatt / adn digital / Beitragsbild Archiv

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