Landwirte lehnen Einsatz von Pestiziden ab

Horqueta: Landwirte aus dem eingangs erwähnten Bezirk, die in mehreren Gruppen organisiert sind, lehnen die Verwendung von Pestiziden ab, weil sie die Umwelt gefährden.

Die Bauern aus der Region einigten sich bei einer Versammlung, eine Aufklärungskampagne zu starten über die Gefahren bei der Verwendung von Pestiziden für das menschliche Leben und Tiere. Sie behaupteten, dass der Einsatz des Pfluges und Pestizide die Bodenfruchtbarkeit beeinflussen, die schließlich viele bäuerlichen Familien zwingen, ihr Land zu verlassen und es an brasilianische Geschäftsleute zu verkaufen, um dann Sojabohnen anzupflanzen.

Die Landwirte deuteten an, dass in dieser Situation Tausende von Bauern in die Städte ziehen, wo sie einen Armutsgürtel bilden, wenn sie keine Arbeitsquellen finden und in die Kriminalität verfallen.

Teodula Petrona Sánchez de Prieto sagte, dass das Sprühen von Getreide durch einen ihrer Nachbarn zwei ihrer Kühe tötete und auch ihre Kinder in der Nähe der Farm krank machte. Sie forderte lokale Mütter auf, sich anzuschließen und sich gegen diejenigen zu stellen, die die Umwelt vergiften, indem sie das Leben von Dorfbewohnern und Tieren in Gefahr bringen.

Der Vorsitzende des Departements Concepción für die Koordination der Bauernorganisationen, Marciano Jara, sagte, dass die Regierung von Cartes die Agribusiness für große Unternehmer durch “Sojabohnenbildung“ und den Anbau von transgenem Mais in der Region fördert. Er betonte, dass eine solche Politik nicht für das Land geeignet sei, weil es das Ziel habe, die bäuerliche Familienlandwirtschaft zu beenden. Wenn sie verschwindet, wird auch das Essen verschwinden. Er deutete an, dass sie in anderen Regionen Treffen abhalten werden, um die Bauern über die Gefahr dieser Politik für die Zukunft in diesem Teil des Landes, der eine ausgesprochene Agrarzone ist, in Kenntnis zu setzen.

Wochenblatt / ABC Color

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20 Kommentare zu “Landwirte lehnen Einsatz von Pestiziden ab

  1. Mit Volldampf zurück in die Steinzeit! Ohne Pflug und ohne Chemie soll eine Landwirtschaft heute funktionieren und genug Ertrag bringen? Bestimmt kann man viel über Chemieeinsatz streiten, ob immer sinnvoll und in welchem Ausmaß. Im Gegensatz zum 19. Jahrhundert müssen die Menschen wenigsten nicht mehr mit den damals und vorher üblichen Hungersnöten rechnen. Doch wo es gewollt an Aufklärung und Bildung fehlt, fallen solche Ansichten auf „fruchtbaren Boden“!

    1. Jiet Kloosse

      Simplicus, würden weltweit nicht so viele Lebensmittel weggeschmissen und verderben, bräuchte man heute wohl nur in Ausnahmefällen Boden-Ergängzungsstoffe, um den Ertrag des Bodens zu steigern.
      Siehe hier: https://www.welthungerhilfe.de/fileadmin/pictures/publications/de/fact_sheets/topics/2016_factsheet_lebensmittelverschwendung.pdf

      Natürlich fehlt es an technischen Hilfsmittel, um die landwirtschaflichen Erzeugnisse besser zu lagern und vor dem Verderben zu schützen. Aber das ist nur ein Teil der Geschichte. Der andere Teil ist jedoch, dass wir überversorgt sind und fast ein Drittel wegwerfen. Das ist eine Schande!!! Darum bin ich dafür, dass man sich auf gesündere Möglichkeiten besinnt und alternative Formen sucht, um gesunde Ertrage dem Boden zu entlocken.

  2. Sehr Spannend, mit Pflug und Chemie haben sie ihre Boeden kaputt gemacht, so dass sie an Brasilianer verkaufen mussten. Auf den selben Boeden gedeiht bei den Brasilianer die schoenste Soja. Ich frage mich, wo ist da das Problem?

  3. Christian2005

    Ich bin beeindruckt, offensichtlich sind diese Landwirte klüger als ich dachte?
    Ach und Mani, Gift sprühen ist also modern? Jesus, was für dogmatische Verblendungen? Natürliche Landwirtschaft, ohne Gift und Kunstdünger, DAS wär modern!

  4. Die Dummheit der Entwicklungsländer ist der große Gewinn der Chemiekonzerne in den Industriestaaten.
    Was in Industriestaaten an Pestiziden wegen der von ihnen ausgehenden Gefahr verboten ist, wird munter in die
    Entwicklungsländer weiter verkauft.
    Dass man in den vernünftig agierenden Industriestaaten auch schon seit Jahrzehnten versucht schonendere Bearbeitung
    des Bodens einzusetzen als den Pflug, sollte eigentlich auch bekannt sein.
    Es ist bekannt, dass Pestizide, Überdüngung und harte mechanische Bearbeitung nicht nur den Boden zerstören sondern auch das Wasser vergiften.
    Für den Ertrag ist es gut und Ertrag ist das was zählt. Wenn der Boden dann kaputt ist, werden es die künftigen Generationen merken, dass man Geld nicht fressen kann und Hunger und Durst haben.
    Es ist das gute Recht dieser Bauern diese Methoden zu hinterfragen.
    Wer fragt ist zumindest bereit zu lernen.

    1. Soweit dem Bericht zu entnehmen ist, hinterfragen diese Super-Landwirte nicht, sie haben bereits eine feste Meinung gebildet. Und natürlich geht bei der Überbevölkerung unserer Erde nichts mehr ohne Chemie in der Landwirtschaft. Das mag zu bedauern sein – aber so sind nun mal leider die Realitäten. Alles andere wären grüne Träumereien ohne Bezug zur Wirklichkeit. Es kommt auf den richtigen Umgang mit der Chemie an – das ist das Problem!

      1. Die Überbevölkerung ist das Problem! Deshalb kommen Sie ohne Chemie nicht aus. Wie kann man sich gegen die Überbevölkerung wehren?

  5. Ausnamswiese sind die Paraguayer gar nicht dumm, wohl aber die Deutschen (oder sind Simplicus und Hans von den Kabalen bezahlte Trolls?)
    Eisenwerkzeuge (Pflug) verschlechtern die Wasserleitfähigkeit des Bodens (siehe Kupferwerkzeuge). Dazu kommt das hohe gewicht der Zugmaschine die den Boden verdichtet.
    Pestizide, Dünger zerstören die Bodenlebewesen, so daß dann ohne Dünger gar nichts mehr wächst.
    Die Nahrungsmittel (nicht LEGENsmittel) die so angebaut werden haben fast keine Nährstoffe mehr, die der Körper braucht. D.h. man wird nicht satt und muß immer mehr Essen (–> wird Fett), und Krank durch den Nährstoffmangel und die Chemie.
    Man kann ohne Chemie anbauen, z.B. Terra Preta. Siehe auch „Sepp Holzer“

    1. dorftrottel der kein vernuenftiges deutsch kann

      klar kann man ohne chemie anbauen, man kann auch fuer ne gurke ne halbe milion zahlen, und zum einkaufen im gepanzerten fahrzeugen mit bewaffneten wachen fahren
      terra preta waere schon ein schritt zur senkung der chemie auf der roten ferralsol boeden, aber dat wissen wie man dat herstellt ging dem ethnozentrismus der kolonisten zum opfer, aber auch damit wuerde man nur ne bessere qualitaet der boeden bekommen, die trotzdem nicht ausreicht fuer die menge die benoetigt is
      klar man kann auch n paar tausend jahre zuerueck und kupferwerkzeuge benutzen, aber da kann man doch auch noch den tausender drauflegen und gleich mit stein arbeiten, obwohl am natuerlichsten waere doch ganz auf die bearbeitung zu verzichten und landwirtschaft aufgeben, die jaeger und sammler schaffen dat doch auch zu leben

  6. Irrenhaus-Beobachtungs-Institut

    Vielen Dank ans Wochenblatt für diesen Artikel!
    Chapeau! Dieses Beispiel sollte Schule machen!
    „dass sie in anderen Regionen Treffen abhalten werden, um die Bauern über die Gefahr dieser Politik für die Zukunft in diesem Teil des Landes, der eine ausgesprochene Agrarzone ist, in Kenntnis zu setzen.“
    Dafür wünsche ich von Herzen viel Erfolg – aufdass diesbezüglich grosslfächig gehandelt werde!
    https://dudeweblog.wordpress.com/2015/06/18/der-natur-garten/
    Übrigens gibt es solche schönen Beispiele durchaus schon mehrere in PY. Man suche z.B. mal nach TPTF.

    @Manni

    Sie glauben scheinbar auch jede Propganda.

  7. Christian2005

    Vielen Dank an NobodY für die korrekten Erklärungen. Nachweisslich bring althergerachte, natürliche Landwirtschaft zwar geringere Erträge, aber aufgrund der Tatsache. dass kein Kunstdünger oder Gift gekauft werden muss, sind die marginalen Gewinne gleich. Nur ist dabei das Ergebniss gesund und bei der Monsantowirtschaft ist auch noch das Essen giftig! Wurde explizid von einem Schweizer im Eigenversuch nachgewiesen! Aber manche Leute plappern halt jeden Dummfug weiter, den sie von Pharma und Agrochemie eingetrichtert bekommen?

  8. Die Menschheit hat drei Alternativen: 1.) Sich selbst radikal reduzieren durch Kriege und künstlich erzeugte tödliche Krankheiten oder durch die Zerstörung der Lebensbedingungen 2.) Zurück zur Landwirtschaft des Mittelalters ohne Chemie – so rotten die Hungersnöte die Menschen ganz automatisch aus, oder 3.) Verwendung von chemischen Düngern und Spritzmitteln – dann vergiften wir uns langsam aber sicher selbst. Doch ganz so schlimm ist es wohl nicht, denn anhand der Statistik wissen wir, daß die Menschen immer älter werden. Auch das ist ein Problem!

    1. Danke für die Antwort zum Problem der Überbevölkerung. 1900 waren es 1,65 Mrd, Anfang 2018 7,59 Mrd. Menschen, mit einem erwarteten Wachstum auf 9,7 Mrd in 2050.
      Ich stimme Ihnen weitestgehend zu. Künstlich erzeugte unheilbare Krankheiten sind im Kriegsfall biologische Kampfstoffe, zwar geächtet aber man weiß es nie. Eine absichtliche Freisetzung im Friedensfall ist nicht hinnehmbar und wohl eher theoretisch gemeint (Laborfehler / unbeabsichtigte Freisetzung).
      Natürliche Seuchen, Kriege und Naturkatastrophen waren bis 1900 der Grund für eine gemäßigte Vermehrung.
      Das immer höhere Alter sowie die nicht mehr existenten Seuchen sind wesentlich auf den medizinischen Fortschritt zurückzuführen.
      Die radikale Geburtenkontrolle als weitere Möglichkeit verbietet Ihnen, so vermute ich, Ihre Religion.

      1. Exakt so ist es. Religion und Wirtschaft machen hier jede sinnvolle Diskussion illusorisch. Siehe China, wären die nicht staatlich organisiert gewesen, hätten sie diese Regelungen nie durchgebracht. Ich will nicht behaupten, dass das Leben dort schön ist, aber man muss sehen was wäre, wenn sie das nicht gemacht hätten.
        Der Westen wie immer humankapitalistisch und scheinheilig beweist jedes Mal aufs Neue wieder, dass er nur grosse Reden bei Schönwetter schwingt und bei allem anderen grandios versagt.

      2. @Anton: Da ich kein Katholik bin, habe ich mit vorbeugender Geburtenkontrolle/Verhütung kein Problem. Was anderes wäre jedoch die Abtreibung von ungeborenem Leben. Konkret, ich bin sehr wohl für Verhütung, insbesondere in der Dritten Welt. Damit könnte erstens den Menschen unendlich viel Leid erspart werden und zweitens würde dies auf Sicht größere kriegerische Auseinandersetzungen um die natürlichen Ressourcen dieser Welt verhindern. Nun wird man mir als bekennendem Christen und „Laienprediger“ ganz bestimmt vorwerfen, diese Einstellung wäre unbiblisch. Das ist jedoch so nicht ganz korrekt bzw. zutreffend, denn erstens ist die Aufforderung Gottes „seid fruchtbar und mehret euch“ vor dem Hintergrund einer damals beinahe menschenleeren Erde zu sehen und zweitens ist nirgendwo in der Bibel ein Hinweis darauf zu fnden, daß Verhütung nicht zulässig/verboten wäre.

        1. @simplicius Danke für Ihre Antwort.
          Ich respektiere Ihren Glauben. Was ich nicht ausstehen kann ist die Missionierung hin zum einzig wahren Gott. Dieser kennt nur Gnade für den gläubigen Menschen und unterwirft all seine anderen Geschöpfe dessen Grausamkeit.
          Ohne Hoffnung auf Belohnung, durch ewiges Leben oder Erwartung einer, wenn auch für mich besseren Wiedergeburt, versuche ich seit 25 Jahren nach den 5 Grundregeln des Buddhismus zu leben, die da sind:
          1. Versuchen keine Lebewesen zu töten oder ihnen Schaden zuzufügen.
          2. Versuchen nichts zu nehmen ohne vorher darum zu fragen.
          3. Versuchen keinen sexuellen Kontakt zu haben, der zu Leiden führt
          4. Versuchen die Wahrheit zu sprechen (mit der Sprache nicht Anderen oder sich selbst Schaden zuzufügen).
          5. Versuchen keinen Alkohol oder andere Substanzen zu sich zu nehmen, die zu Unachtsamkeit führen
          Ich glaube, dadurch bin ich kein schlechtere Mensch, als manche bekennede Christen.
          Eine Wiedergeburt würde ich mir nur dann wünschen, falls diese in einer Welt stattfinden würde,
          wo das Lamm in Frieden und ohne Angst neben dem Lowen ruhen kann.
          Ich hoffe Sie können das auch respektieren.

  9. Sonnenfreund

    Da fragt man sich, wie die Menschen früher alt geworden sind ohne die „grandiose“ Chemie? Gemeint sind nicht die nicht mehr alt Gewordenen, die in den ständigen Kriegen mit 20, 30 oder 40 Jahren gefallen sind und jede heutige Statistik in Richtung „Älter-werden“ schönen.
    Und wie Altwerden heute aussieht, lässt einen erschaudern. Nahezu alle Älteren deckeln ihre Symptome mit Pillen…bestenfalls!
    Als es noch kein Glyphosat gab, hatten die Leute eben noch eine gesunde Darmflora, die mit einer folgerichtigen Entzündungsreaktion auf die Spritzmittel hätte flöten gehen können. Die Antibiose übrigens gegen alles und jeden tut ihr Übriges. Anti = gegen, Bio = Leben.
    Schon Hippokrates sagte: „Im Darm sitzt der Tod“. Ein gesunder Darm ist die Grundlage gesunden Lebens.
    Nur wenn dann landwirtschaftlich nicht geschulte Chemie- Befürworter 1000Gs mehr bezahlen sollen, damit die Böden sich regenerieren können und auch dem natürlichen Wachstum Zeit gelassen werden kann, ist Geiz dann lieber doch wieder geil.

    Klasse, diese Bauern! Endlich wieder Gesundes auf den Tisch. Die Natur hat alles im Überfluss, man schaue sich nur die „Veschwendung“ von Mutter Natur bei der Bildung von Saatgut an. Leider kann man das aber nicht patentieren. Da muss man schon in die Genetik des Apfels eingreifen und aus ihm Enzyme, die der Mensch und auch der Apfel – vielleicht um Fraßfeinde abzuwehren – aus der ganzheitlichen Frucht benötigt, beseitigen und patentierbar wird.
    Aus den Argumenten der Chemiefreunde folgernd, haben sie offenbar auch noch nichts von symbiotischen Pflanzen gehört. Dafür muss man sich aber schon mal mit natürlicher Landwirtschaft beschäftigen. Parolen übernehmen ist nicht unbedingt besser, als mit Beweisführung etwas zu demontieren versuchen.

    Aber gut: Wer tut, was alle tun, wird haben, was alle haben.
    Doch dafür gibt es ja dann wunderbarerweise eine Pille.

  10. Ist ganz Lustig was so einige Landwirte als Giftexperten schreiben. Die Gifte sind in der Umwelt, wer die Menschen mit einen Scann richtig Untersucht bekommt einen Schreck was alles der Mensch und Tier schon im Körper hat an Giften.
    Das hat nichts mit Steinzeit zu schaffen.Mit richtiger Fruchtfolge geht vieles und der Ertrag stimmt auch.
    Es gibt so viele Möglichkeiten Dünger und Pestizide zu ersetzen man kann nur schmunzeln über so viel Fachwissen.
    Natürlich hat das auch seinen Preis und Nutzen , mehr Menschen haben Arbeit und leben Gesunder.

  11. Hier tummeln sich wieder Experten die überhaupt keine Ahnung haben was Ernährung für den Menschen bedeutet.
    Überall wo Chemie auf Böden eingesetzt wird laugen die Böden aus und die Ernährung wird dadurch minderwertiger.
    Es ist eine Lüge der Pharma ohne Kunstdünger geht es nicht .
    Pestizide und Kunstdünger kosten Geld und wenn schon gezielt eingesetzt, muss der Landwirt den Umgang mit dem Computer beherrschen.
    Es gibt heutzutage auch ander Methoden um die Weltbevölkerung zu ernähren.
    Wer noch alles glaubt was der Mainstream erzählt wird eines Tages an vollen Töpfen verhungern.