Lungenkrebs: Nicht nur Opfer zu beklagen, sondern auch wirtschaftliche und soziale Auswirkungen

Asunción: Die Zeitschrift “The Economist“ brachte einen Bericht über den Lungenkrebs in Lateinamerika heraus. Paraguay steht an 5. Stelle mit den meisten Opfern in dem Sektor, hinzu kommen soziale und wirtschaftliche Auswirkungen.

“Lungenkrebs in Lateinamerika: Es ist an der Zeit, nicht mehr wegzuschauen“ heißt der Bericht. Die internationale Veröffentlichung betont, dass Lungenkrebs in Lateinamerika jährlich mehr als 60.000 Todesfälle verursacht und soziale und wirtschaftliche Ausgaben von mehr als 1,6 Milliarden US-Dollar nach sich ziehe.

Der Bericht hebt hervor, dass 36% der Fälle von Lungenkrebs nicht mit Tabak zu tun haben und auf Ursachen wie Luftverschmutzung in Innenräumen und im Freien zurückzuführen sind. Das Auftreten von Radongas (Kochen mit Kohle) und das Vorhandensein von Arsen im Wasser verursacht ebenfalls Lungenkrebs. Obwohl es eine der tödlichsten Krankheiten ist, erhält sie weniger Aufmerksamkeit und Ressourcen als andere Tumorerkrankungen in den 12 untersuchten lateinamerikanischen Ländern.

Die Rangliste der Länder mit den meisten Fällen von Lungenkrebs (Prävalenz pro 100.000 Einwohner) wird von Uruguay (47,8%) angeführt, gefolgt von Argentinien (28,9%), Chile (21,3%), Brasilien (16,2%), Paraguay (12,4%), Kolumbien (10,7%), Panama (10,4%), Costa Rica (8,5%), Bolivien (8,2%), Mexiko (7 5%) und Ecuador (6,7%). An der Ampel für Lungenkrebs in Lateinamerika gibt es in Paraguay nur Warnungen, nach denen dringend Maßnahmen ergriffen werden müssen. Es fehlen Vorsorgeuntersuchungen, geeignete Behandlungsmethoden sowie mehr Information und Unterstützung für die Ursache von Lungenkrebs. Der Bericht hebt auch ein besorgniserregendes Engagement bei der Tabakkontrolle hervor.

Es wird weiter betont, dass es in verschiedenen Bereichen eine schlechte Behandlung auf Lungenkrebs gibt, zum Beispiel in vielen Ländern, einschließlich Paraguay, für die es nach den aktuellsten Erkenntnissen medizinischen keine Richtlinien für Patienten gibt.

Hinzu kommen die indirekten Kosten, die mit dem Produktivitätsverlust der Erkrankten verbunden sind und die direkten hohen Kosten pro Patienten. In Paraguay fallen direkte Kosten für die medizinische Versorgung in Höhe von mehr als 7 Mio. USD pro Jahr und indirekte Kosten in Höhe von mehr als 1,2 Mio. USD an.

Wochenblatt / ABC Color

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